Katalog - Auktion 438

Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung Topp, Dormagen, und der Sammlung Jürgen und Erika Schmidt, Bovenden sowie der Sammlung „The Everglades Collection“

Ergebnisse 201-220 von 475
Seite von 24
Auktion 438 - Teil 2 (Lose 301 - 775)
Startet in 1 Monat(en) 4 Tag(en)
RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN REPUBLIK
Los 501 1

AR-Denar, 42 v. Chr., Rom, L. Livineius Regulus; 3,40 g. Kopf des Praetors L. Livineius Regulus r.//Gladiator l. im Kampf mit einem Löwen, im Hintergrund Gladiator r. im Kampf mit einem Panther, l. verwundeter Eber. Bab. 12; BMC 4271; Crawf. 494/30; Syd. 1112. R In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung AU, Strike: 5/5, Surface: 2/5 (4934036-009). Feine Tönung, etwas korrodiert, sehr schön-vorzüglich

Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 326, Osnabrück 2019, Nr. 1153.

Möglicherweise wollte der Münzmeister mit der Reversdarstellung auf die Spiele hinweisen, die er veranstaltet hätte, wenn er zum Aedil gewählt worden wäre.


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Schätzpreis
200 €
Startgebot
160 €

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Los 502 1

AR-Denar, 42 v. Chr., Rom, L. Mussidius Longus; 3,87 g. Concordiakopf r. mit Diadem und Schleier//Schrein der Venus Cloacina. Bab. 6; BMC 4242; Crawf. 494/42 a; Syd. 1093. R In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung Ch AU, Strike: 5/5, Surface: 5/5 (3599619-006). Herrliche Tönung, leichte Prägeschwächen, sonst vorzüglich

Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".

Exemplar der Sammlung Jonathan K. Kern, Long Beach Signature Sale Heritage 3035, Long Beach 2014, Nr. 29175.

Eine der größeren architektonischen Errungenschaften Roms war zweifelsohne das gut funktionierende System aus Abwasserkanälen. Nur mit deren Hilfe war es möglich die Abwässer und Abfälle einer so großen Stadt abzuleiten und die Verschmutzung der Innenstadt auf ein Minimum zu begrenzen. Der größte Kanal, die cloaca maxima, schaffte es, bis zu 45.000 Kilogramm Abfälle jeden Tag aus der Stadt hinaus und in den Tiber zu transportieren. Die Bedeutsamkeit dieses Bauwerks geht auch aus den Berichten antiker Autoren ( u. a. Plinius d. Ältere, Livius) hervor. Die göttliche Protektion der cloaca maxima war der Venus Cloacina anvertraut, der zu Ehren in republikanischer Zeit ein Schrein auf dem Forum Romanum errichtet worden war. Siehe hierzu Bradley, M., Roman sewers and the politics of cleanliness, abgerufen unter: https://www.academia.edu/307306/Thinking_with_dirt_Roman_sewers_and_the_politics_of_cleanliness (03.12.2025).


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Schätzpreis
200 €
Startgebot
160 €

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RÖMISCHE MÜNZEN IMPERATORISCHE PRÄGUNGEN
Los 503 1
Cn. Pompeius Magnus maior, † 48 v. Chr.

AR-Denar, 49 v. Chr., illyrische Münzstätte, L. Cornelius Lentulus und C. Claudius Marcellus; 3,71 g. Triskelis, im Zentrum Medusenkopf, zwischen den Beinen Ähren//Jupiter steht v. v. mit Blitz und Adler. Bab. 64; BMC 3; Crawf. 445/1 b; Sear 4; Syd. 1029. R In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS, Strike: 4/5, Surface: 3/5 (4682677-012). Min. korrodiert, winz. Schrötlingsriss, sonst vorzüglich

Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".

Exemplar der ANA Auction Stack's August 2019, Rosemont 2019, Nr. 20056.

Der Averstyp spielt auf die Eroberung von Syrakus durch M. Claudius Marcellus im Jahr 211 v. Chr. an. Früher wurde auch die Prägung dieses Stücks in Sizilien verortet, was allerdings durch den Rückzug der Pompeianer von Brundisium nach Griechenland unwahrscheinlich wird. Die Münze wurde wahrscheinlich durch die Konsuln Cornelius Lentulus und Claudius Marcellus im Kontext des Zugs von Caesar auf Rom, das Illyricum, Apollonia und Ephesus im Vorfeld der Schlacht von Pharsalus im Jahr 48 v. Chr. geprägt. Sear, D. R., The History and Coinage of the Roman Imperators 49- 27 BC, London 1998, S. 6; Sydenham, E. A., The Coinage of the Roman Republic, London 1952, S. 171.


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Schätzpreis
350 €
Startgebot
280 €

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Los 504 1
Cn. Pompeius Magnus minor, † 45 v. Chr.

AR-Denar, 49 v. Chr., kleinasiatische Münzstätte, Q. Sicinius und C. Coponius; 3,86 g. Apollokopf r. mit Diadem, darunter Stern//Keule, darüber Löwenfell, l. Pfeil, r. Bogen. Bab. 1; BMC 24; Crawf. 444/1 a; Sear 3; Syd. 939. In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung AU, Strike: 2/5, Surface: 4/5, strike flaw (3378941-015). Herrliche Tönung, min. verprägt, sonst vorzüglich +

Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".

Exemplar der Auktion Goldberg 80, Los Angeles 2014, Nr. 3421.

Bei dieser interessanten Fehlprägung (von Robert Göbl 1978, S. 55 Fn. 168 als Doppelschlag (Spielkarte) klassifiziert) wurde der Schrötling zwischen zwei Prägeschlägen gedreht oder erneut eingeschoben.


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Schätzpreis
150 €
Startgebot
120 €

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Los 505 1
Cn. Pompeius Magnus minor, † 45 v. Chr.

AR-Denar, 46/45 v. Chr., Corduba; 4,09 g. Kopf des jugendlichen Mars r. mit Helm//Hispania und Pompeius halten Zweig. Bab. 9; BMC 72; Crawf. 469/1 a; Sear 48; Syd. 1035. R Herrliche Tönung, min. Prägeschwächen am Rand, vorzüglich

Exemplar der Auktion Artemide Aste LV, San Marino 2021, Nr. 374.

Der Revers des Stückes bringt zum Ausdruck, dass die Symmachie zwischen Spanien und dem Pompeianerheer zum Sieg führen wird. Zur Avers- und Reversdarstellung siehe Woytek, B., Arma et Nummi, Wien 2003, S. 283 ff.

Schätzpreis
300 €
Startgebot
240 €

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Los 506 1
Q. Caecilius Metellus Pius Scipio, † 46 v. Chr.

AR-Denar, 47/46 v. Chr., afrikanische Münzstätte; 4,06 g. Jupiterkopf r.//Elefant r. Bab. 47; BMC 1; Crawf. 459/1; Sear 45; Syd. 1046. R Feine Tönung, winz. Schrötlingsriß, vorzüglich

Exemplar der Auktion NAC 46, Zürich 2008, Nr. 423.

Nach der Schlacht von Pharsalos, der Entscheidungsschlacht zwischen Caesar und Pompeius am 9. August 48 v. Chr., sammelte sich ein großer Teil der Pompeianer unter dem Kommando von Q. Caecilius Metellus. Er wurde allerdings bei der Schlacht bei Thapsus im Jahr 46 v. Chr. durch Caesar entscheidend geschlagen und beging Selbstmord. Diese Münze ist ein Produkt der Lagermünzstätte. Der archaische Jupiterkopf begegnet auch auf einem Aureus (Unikum in Paris) und einem Denar (Crawf. 460/2), wo er durch einen Adlerkopf als Beizeichen eindeutig identifiziert ist. Siehe Woytek, B., Arma et Nummi, Wien 2003, S. 234-235.

Schätzpreis
600 €
Startgebot
480 €

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Los 507 1
Q. Caecilius Metellus Pius Scipio, † 46 v. Chr.

AR-Denar, 47/46 v. Chr., afrikanische Münzstätte, P. Licinius Crassus; 3,83 g. Jupiterkopf r., darunter Adlerkopf l. und Szepter//Sella curulis zwischen Ähre und Drachenkopf, darüber Waage und Füllhorn. Bab. 49; BMC 4; Crawf. 460/2; Sear 41; Syd. 1048. RR Feine Tönung, Prüfpunzen auf dem Avers, sehr schön

Exemplar der Sammlung Antike Münzen aus adeligem Privatbesitz (abgeschlossen vor dem Ersten Weltkrieg).

Dieser seltene und interessante Denar des Crassus enthält eine Vielzahl symbolischer Anspielungen, die einerseits auf seine eigene Vergangenheit, andererseits auf politische Allianzen und geografische Bezüge anspielen. Der Jupiterkopf auf dem Avers kann durch den Adler darunter identifiziert werden und erinnert an Prägungen des Pompeius Magnus (vergl. Sear 8). Crassus war mit diesem durch ein gemeinsames Konsulat im Jahr 52 v. Chr. - hierauf weist auch die sella curulis auf dem Revers hin - und als Schwiegervater verbunden. Auf pompeianische Tradition weist auch der kleine Drachenkopf hin. Caesar hatte diesen als Symbol für die Pompeianer, die es zu vernichten galt, auf seinen Denaren eingeführt und vom Elefanten zermalmen lassen. Indem Crassus den Drachen hier erneut aufgreift und in der Nähe der sella curulis positioniert, betont er seine eigene pompeianische Gesinnung und deren Legitimität im republikanischen Kontext. Woytek betont hingegen, dass für die Wahl des Motivs der Drachenschlange auch eine Rolle gespielt haben könnte, dass Afrika den Römern als Land der Schlange galt (Woytek, B., Arma et Nummi, Wien 2003, S. 235, Anm. 322).
Die übrigen Attribute des Revers verweisen auf den Ort der Prägung des Denars. Ähre, Waage und Füllhorn symbolisieren die Fruchtbarkeit der Provinz Africa. Siehe hierzu Sear, S. 31-32.

Schätzpreis
400 €
Startgebot
320 €

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Los 508 1 Video
C. Julius Caesar, † 44 v. Chr.

AR-Denar, 49 v. Chr., Lagermünzstätte; 3,84 g. Elefant r.//Priestergeräte. Bab. 9; BMC 27; Crawf. 443/1; Sear 9; Syd. 1006. Herrliche Tönung, min. Auflagen, fast Stempelglanz

Exemplar der Sammlung Alba Longa, Auktion Áureo & Calicó 339, Barcelona 2019, Nr. 1049 und der Auktion NAC 120, Zürich 2020, Nr. 604.

Die Rückseite verweist auf Caesars Amt als Pontifex maximus, die einzige offizielle Stellung, die er zu Beginn des Bürgerkrieges bekleidete.

Schätzpreis
1.250 €
Startgebot
1.000 €

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Los 509 1
C. Julius Caesar, † 44 v. Chr.

AR-Denar, 48 v. Chr., illyrische Münzstätte (Apollonia?); 3,98 g. Kopf der Clementia (?) r. mit Eichenkranz und Diadem//Trophäe aus gallischen Waffen, r. Axt. Bab. 26; BMC 3955; Crawf. 452/2; Sear 11; Syd. 1009. Winz. Stempelrisse, min. Prägeschwächen, vorzüglich

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Triton III, New York 1999, Nr. 945 und der Auktion Triton VI, New York 2003, Nr. 765.

Die auf dem Avers befindliche Zahlenangabe LII (52) wird von Bernhard Woytek mit dem Alter Caesars zum Zeitpunkt der Prägung in Verbindung gebracht. Damit schließt er sich den früheren Analysen Bartolomeo Borghesis an. Die These basiert auf der Analogie zu zwei Quinaren des Marcus Antonius, der die in Lugdunum geprägten Stücke mit A XL bzw. A XLI kennzeichnen ließ und dabei vermutlich auf Caesars Vorbild zurückgriff, dasselbe jedoch durch das "annos" bzw. "annum" symbolisierende A ausbaute. Siehe hierzu und zur Datierung wie auch Münzstätte Woytek, B., Arma et Nummi, Wien 2003, S. 142 ff.

Schätzpreis
600 €
Startgebot
480 €

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Los 510 1
C. Julius Caesar, † 44 v. Chr.

AR-Denar, 48 v. Chr., illyrische Münzstätte (Apollonia?); 4 g. Kopf der Clementia (?) r. mit Eichenkranz und Diadem//Trophäe aus gallischen Waffen, r. Axt. Bab. 26; BMC 3955; Crawf. 452/2; Sear 11; Syd. 1009. Feine Tönung, sehr schön

Exemplar der Sammlung Antike Münzen aus adeligem Privatbesitz (abgeschlossen vor dem Ersten Weltkrieg).

Zu Datierung und Münzstätte siehe Woytek, B., Arma et Nummi, Wien 2003, S. 142 ff.

Die auf dem Avers befindliche Zahlenangabe LII (52) wird von Bernhard Woytek mit dem Alter Caesars zum Zeitpunkt der Prägung in Verbindung gebracht. Damit schließt er sich den früheren Analysen Bartolomeo Borghesis an. Die These basiert auf der Analogie zu zwei Quinaren des Marcus Antonius, der die in Lugdunum geprägten Stücke mit A XL bzw. A XLI kennzeichnen ließ und dabei vermutlich auf Caesars Vorbild zurückgriff, dasselbe jedoch durch das "annos" bzw. "annum" symbolisierende A ausbaute. Siehe hierzu und zur Datierung wie auch Münzstätte Woytek, B., Arma et Nummi, Wien 2003, S. 142 ff.

Schätzpreis
300 €
Startgebot
240 €

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Los 511 1
C. Julius Caesar, † 44 v. Chr.

AR-Denar, 48/47 v. Chr., kleinasiatische Münzstätte; 3,72 g. Venuskopf r.//Aeneas l. trägt seinen Vater Anchises und das Palladium (aus dem brennenden Troja). Bab. 10; BMC 31; Crawf. 458/1; Sear 55; Syd. 1013. Prachtexemplar. Feine leicht irisierende Tönung, min. Prägeschwäche auf dem Revers, gutes vorzüglich

Exemplar der Auktion Rauch 109, Wien 2019, Nr. 281.

Zu Datierung und Münzstätte siehe Woytek, B., Arma et Nummi, Wien 2003, S. 218 ff.
Caesar stellte in seiner Propaganda immer wieder seine Abstammung von den auf dieser Münze dargestellten mythischen Vorfahren heraus. Ascanius-Iulus, der Sohn des Aeneas, gilt als Stammvater der Julier. Aeneas wiederum stammte von Venus ab. Hier verbindet sich die Gründungssage Roms, symbolisiert durch das Palladium, mit dem Ursprung der gens Iulia.

Schätzpreis
350 €
Startgebot
280 €

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Los 512 1 Video
C. Julius Caesar, † 44 v. Chr.

AV-Aureus, 46 v. Chr., Rom, A. Hirtius; 8,09 g. Vestakopf r. mit Schleier//Priestergeräte. Bab. 23; BMC 4052; Calicó 37; Crawf. 466/1; Sear 56; Syd. 1018. Gutes sehr schön

Exemplar der Sammlung Lottie und Mark Salton, eLive Premium Auction Fritz Rudolf Künker 378, Osnabrück 2022, Nr. 6380.

Hirtius war ein Legat Caesars. Nach dessen Ermordung bekleidete er das Konsulat. Er verfaßte auch das 8. Buch des berühmten Werkes "de bello gallico".

Schätzpreis
6.000 €
Startgebot
4.800 €

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Los 513 1
C. Julius Caesar, † 44 v. Chr.

AR-Denar, 46/45 v. Chr., spanische Münzstätte; 3,93 g. Kopf der Venus Genetrix r., dahinter Cupido//Trophäe, darunter zwei gallische Gefangene. Bab. 11; BMC 89; Crawf. 468/1; Sear 58; Syd. 1014. Feine Tönung, sehr schön

Exemplar der Sammlung Topp, Dormagen.

Exemplar der Auktion Kölner Münzkabinett 65, Köln 1996, Nr. 514.

Dieses Stück wurde zur Bezahlung der Veteranen Caesars während des Kampfes gegen die Pompeianer in Spanien geprägt. Die Gefangenen auf der Rückseite sind eine trauernde Frau und ein gefesselter Mann, dessen Kopf dem Typ des "Vercingetorix" entspricht.

Schätzpreis
300 €
Startgebot
240 €

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Los 514 1
C. Julius Caesar, † 44 v. Chr.

AR-Denar, 44 v. Chr., Rom, P. Sepullius Macer; 3,30 g. Kopf Caesars r. mit Kranz, dahinter achtstrahliger Stern//Venus steht l. mit Victoria und Zepter. Bab. 46; BMC 4165; Crawf. 480/5 b; Sear 106 a; Syd. 1071. R Reinigungsspuren, sehr schön/fast vorzüglich

Exemplar der Sammlung Antike Münzen aus adeligem Privatbesitz (abgeschlossen vor dem Ersten Weltkrieg).

Andreas Alföldi bildet nur ein Exemplar der vorliegenden Stempelkopplung (A47/R18) ab, das schwächer erhaltene Stück der Sammlung Apostolo Zeno.

Caesar trägt hier die corona aurea des Triumphators wie beim Lupercalien-Fest 44 v. Chr. Der Stern ist als Zeichen des erwarteten neuen Zeitalters anzusehen.

Schätzpreis
750 €
Startgebot
600 €

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Los 516 1 Video
C. Julius Caesar, † 44 v. Chr.

AR-Denar, posthum, 42 v. Chr., Rom, L. Mussidius Longus; 3,75 g. Kopf Caesars r. mit Kranz//Füllhorn auf Globus zwischen Steuerruder, Caduceus und Apex. Bab. 58; BMC 4238; Crawf. 494/39 a; Sear 116; Syd. 1096 a. R Etwas dezentriert, leichte Prägeschwäche, sehr schön/fast vorzüglich

Exemplar der Sammlung Lottie und Mark Salton, eLive Premium Auction Fritz Rudolf Künker 378, Osnabrück 2022, Nr. 6388 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 402, Osnabrück 2024, Nr. 793.

Diese Propagandaprägung in Zusammenhang mit der Auseinandersetzung zwischen Marc Anton und Octavian einerseits und den Caesarmördern andererseits stellt Caesars Erfolge zu Land und zur See (symbolisiert durch das Steuerruder und das Füllhorn auf dem Globus) heraus und verweist mit dem Apex darauf, daß Caesar Pontifex Maximus war und dem römischen Volk Glück (felicitas) gebracht hat (symbolisiert durch den Caduceus).

Schätzpreis
3.000 €
Startgebot
2.400 €

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Los 517 1 Video
C. Julius Caesar, † 44 v. Chr.

AR-Denar, posthum, 40 v. Chr., Rom, Q. Voconius Vitulus; 4,00 g. Kopf Caesars r. mit Kranz, dahinter Lituus//Kalb steht l. Bab. 2; BMC 4308; Crawf. 526/2; Sear 329; Syd. 1132. RR Leicht dezentriert, sehr schön

Erworben bei der Degussa, Frankfurt a. Main, im Juni 2016.

Der Revers spielt auf den Namen des Münzmeisters an (Vitulus=Kalb).

Schätzpreis
2.500 €
Startgebot
2.000 €

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Los 518 1 Video
M. Iunius Brutus.

AR-Denar, 42 v. Chr., Lagermünzstätte in Kleinasien oder Nordgriechenland, L. Plaetorius Cestianus; 3,38 g. Kopf des Brutus r., l. L. PLAET CEST, oben BRVT, r. IMP//Pileus zwischen zwei Dolchen, darunter EID MAR. Bab. 52; BMC 68; Cahn 8; Crawf. 508/3; Sear 216; Syd. 1301. Von großer Seltenheit. EID MAR Darstellung gut lesbar auf dem Revers. Prüfpunzen auf dem Avers, schön/schön-sehr schön

Erworben 2014 bei der Firma Klassische Münzen Dr. Michael Brandt, Tübingen, Nr. 140711.

Diese wohl berühmteste römische Münze ließ Brutus 42 v. Chr, kurz vor der Schlacht von Philippi prägen. Der Avers des Stückes zeigt das Porträt des Caesarmörders Brutus, der Revers liefert die Rechtfertigung seiner Bluttat vom 15. März 44 v. Chr. Der Pileus, die Freiheitskappe, charakterisiert den Mord an den Iden des Märzes als einen patriotischen Akt zur Wiederherstellung der Freiheit. Die Dolche sind einerseits die Waffen der Caesarmörder, verweisen aber andererseits durch die Verbindung mit dem Namen Brutus auf den Schwur, den dessen Ahnherr L. Iunius Brutus, der legendäre Gründer der Republik, auf einen blutigen Dolch abgelegt haben soll. In diesem Schwur verpflichtete sich der Republikgründer dazu, die etruskischen Könige aus Rom zu vertreiben. Der Caesarmord wird somit in die Tradition eines gerechtfertigten Tyrannenmordes gestellt. Diese Begründung des Mordes ist freilich heuchlerisch, denn Brutus handelte, indem er sein Porträt auf die Münze setzen ließ, nicht anders als Caesar. Einer der Gründe für den Mord war es unter anderem, daß Caesar sein Porträt auf die Münzen setzen ließ - dies galt als ein Anzeichen für die Bestrebung, eine Monarchie zu errichten.


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Schätzpreis
50.000 €
Startgebot
40.000 €

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Los 519 1 Video
C. Cassius Longinus.

AR-Denar, 42 v. Chr., Lagermünzstätte in Kleinasien (Smyrna ?), P. Cornelius Lentulus Spinther; 4,01 g. Dreifuß//Kanne und Lituus. Bab. 14; BMC 79; Crawf. 500/1; Sear 219; Syd. 1308. RR Prachtexemplar. In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS, Strike: 5/5, Surface: 4/5 (4934035-001). Winz. Schrötlingsriß, fast Stempelglanz

Exemplar der Sammlung "The Everglades Collection".

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 257, Osnabrück 2014, Nr. 8846; der Auktion Fritz Rudolf Künker 277, Osnabrück 2016, Nr. 101 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 326, Osnabrück 2019, Nr. 1197.

Als Reaktion auf den Zusammenschluss des Zweiten Triumvirats (Octavian, M. Aemilius Lepidus und Marcus Antonius) trafen sich die beiden in den Osten geflohenen Caesarmörder M. Iunius Brutus und C. Cassius Longinus zweimal. Ziel war es, ein gemeinsames Vorgehen zu besprechen, um der drohenden Gefahr durch die Triumvirn zuvor zu kommen. Während die Münzen des Cassius Longinus vor dem ersten Treffen in Smyrna noch die Titulatur PR COS (Sear 217) tragen und damit auf seinen Status als Prokonsul verweisen, benennt ihn der vorliegende Denar, der vor dem zweiten Treffen in Sardis entstand, als IMPerator. Möglicherweise versuchte Cassius Longinus sich damit über seinen Mitverschwörer Brutus zu stellen. Der Dreifuß auf dem Avers kann entweder als Symbol für Apollo gedeutet werden oder auf die Mitgliedschaft des Cassius Longinus im Kollegium der quindecimviri sacris faciundus anspielen. In beiden Fällen würde inhaltlich auf die Bedeutung von Orakeln und Prophezeihungen abgezielt werden, die die Caesarmörder positiv für sich ausdeuten wollten. Siehe hierzu Sear, S. 129-130.


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Schätzpreis
2.000 €
Startgebot
1.600 €

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Los 520 1
Sextus Pompeius, † 35 v. Chr.

AR-Denar, 37/36 v. Chr., sizilische Münzstätte; 3,67 g. Kopf des Pompeius magnus r., dahinter Capis, davor Lituus//Neptun steht l. zwischen Anapias und Amphinomus, die ihre Eltern tragen. Bab. 27; BMC 7; Crawf. 511/3 a; Sear 334; Syd. 1344. RR Min. Prägeschwäche am Rand, winz. Kratzer, sehr schön

Erworben bei der Degussa, Frankfurt a. Main, im November 2017.

Die Brüder Anapias und Amphinomus hatten ihre Eltern während eines Ausbruches des Aetna in Sicherheit gebracht. In dieser Reversdarstellung wird also praktizierte Pietas gezeigt, was mit der Annahme des Titels "Pius" durch Sextus Pompeius in Zusammenhang stehen dürfte.

Zur Datierung siehe Woytek, B., Arma et Nummi, Wien 2003, S. 497.

Schätzpreis
750 €
Startgebot
600 €

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