Katalog - eLive Auction 91 - Orden und Ehrenzeichen

Sammlung Peter Groch - Teil 16, Orden und Ehrenzeichen aus Deutschland und aus aller Welt 


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Ergebnisse 181-200 von 545
Seite von 28
eLive Auction 91 - Orden und Ehrenzeichen
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SAMMLUNG OSMANISCHES REICH TÜRKEI
Los 9181 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Medaille für Lebensrettung [Tahlisiye Madalyasι] (1859). Silber, an Bandrahe, Silber, am originalen Brustband mit Tragespange, Silber. BWK4 55; EL S. 246; ER S. 202 f. II

Die einstufige Medaille wurde unter Sultan Abdülmecid I. (1823-1861, reg. seit 1839) wohl schon im Jahre 1858 [AH 1275] gestiftet und bis zum Ende des Osmanischen Reiches sowohl an osmanische wie auch ausländische Bürger verliehen, die Menschen vor dem Ertrinken, bei Feuer, Erdbeben oder Bergsturz unter eigener Lebensgefahr gerettet hatten. Die alt-osmanische Revers-Inschrift lautet "Halka düşdükce edenler imdad Olunur midhat ü tahsin ile yad". Im Zusammenhang mit dem Bau der Bagdad- und der Hedschas-Bahn wurde sie auch an Deutsche für derartigen Einsatz des eigenen Lebens verliehen.

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Los 9182 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Medaille für Lebensrettung [Tahlisiye Madalyasι] (1859). Silber (geprüft!), am oberen Rand gelocht, ohne Bandring und ohne Band. BWK4 55; EL S. 246; ER S. 202 f. II


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Los 9183 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Kreta-Gefechts-Medaille 1868 [Atîk Girit Madalyasι] (1868). Silber, am originalen alten Brustband. BWK4 70; EL S. 248; ER S. 230. II

Während des 6. Venezianischen Türkenkriegs (1645–1669) eroberte das Osmanische Reich 1646 die Insel Kreta. Nach mehreren Aufständen kam es im Sommer 1866 zum „Großen kretischen Aufstand“ infolge von Spannungen zwischen griechisch-orthodoxen Christen und osmanischen Muslimen. Im November 1866 belagerte eine 15.000 Mann starke osmanische Armee das Kloster Arkadi, wo sich neben 259 Kämpfern über 700 Flüchtlinge aufhielten. Der Abt zündete die Pulverkammer, wodurch 864 Menschen starben – ein Ereignis, das europaweit Entsetzen auslöste. Zunächst erzielten die Aufständischen Erfolge, doch ab Oktober 1867 begann Großwesir Mehmed Emin Âli Pasha mit der Rückeroberung der Insel. Zugleich wurde ein Gesetz zur Gleichberechtigung von Christen und Muslimen und zur lokalen Selbstverwaltung der Christen erlassen. Bis Frühjahr 1869 war Kreta wieder vollständig unter osmanischer Kontrolle. 1868 stiftete Sultan Abdülaziz eine Silbermedaille für die an der Niederschlagung beteiligten Truppen.

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Los 9184 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Montenegro-Medaille [Karadağ Madalyasι] (1863). Silber, ohne Band BWK4 72; EL S. 247; ER S. 224. II

Montenegro löste sich im 11. Jh. von der byzantinischen Oberhoheit, konnte aber seine Autonomie meist bewahren, während einige Küstenorte unter osmanischer Kontrolle blieben. 1603 erkannte das Osmanische Reich die Autonomie Montenegros unter den orthodoxen Bischöfen von Cetinje (Vladikas) formell an; seit 1697 war dieses Amt erblich in der Familie Petrović Njegoš. Vladika Danilo Petrović Njegoš wandelte 1852 das Fürstbistum in ein weltliches Fürstentum um und versuchte, sich von der osmanischen Oberherrschaft zu lösen. Nach seiner Ermordung 1860 bestieg Nikola I. Petrović-Njegoš den Thron und führte 1861/62 einen erfolglosen Krieg gegen das Osmanische Reich, das unter Omar Pascha die Rebellion niederschlug.

1863 stiftete Sultan Abdülaziz eine einstufige Medaille für die an der Niederschlagung beteiligten osmanischen Truppen.

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Los 9185 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Iftihar-Medaille [İftihâr Madalyasι], auch als "Industrie-Medaille" [Sanayi Madalyasι] bezeichnet. (1839/1884). 4. Modell (1884-1922), Silberne Iftihar-Medaille, 2. Ausgabe (mit engerem Lorbeerkranz auf dem Revers), Silber, ohne Widmungsgravur, an Bandrahe, am Brustband mit Tragespange. BWK4 78; EL S. 298 f.; ER S. 255 ff. II

Unter Sultan Abdülhamid II. (1842-1918, reg. von 1876 bis 1909) wurde im Jahr 1884 [AH 1302] das nunmehr vierte Modell der Iftihar-Medaille [Iftihâr Madalyasι] in zwei Stufen (Gold und Silber) eingeführt. Diese wurde auch als "Sanayi Madalyasι" bezeichnet, wobei "Sanayi" für "Industrie und Gewerbe" steht. Sie gelangte auch für Verdienste um Landwirtschaft, Kunst und Wissenschaft zur Verleihung.

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Los 9186 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Medaille für die Kämpfe im Jemen [Cedid Yemen Madalyasι] (1892). Silberne Medaille, 2. Ausgabe mit den Jahreszahlen "1273" und "1310", Silber, Tragespuren, am schmalen roten Band mit grünen Seitenstreifen. BWK4 91; EL S. 314; ER S. 266 f. II


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Los 9187 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Erinnerungsmedaille des Fonds zur Linderung der Folgen des großen Erdbebens [Hareket-i Araz İâne Madalyasι] (1894). Bronzemedaillle, größere Ausführung, Durchmesser 34,8 mm, nicht tragbar, Bronze, mit kleinen Oxydationsspuren, auf dem Revers Widmungsgravur in osmanischer Schrift. BWK4 96; EL S. 324f.; ER S. 269 ff. R II

Am 10. Juli 1894 erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,0 den Golf von Izmit und richtete auch in Konstantinopel große Schäden an. Für Verdienste bei der Hilfe und Linderung der Folgen stiftete der osmanische Hilfsfonds eine Erinnerungsmedaille in zwei Größen und drei Stufen (Gold, Silber, Bronze). Eine Sonderausgabe bestand aus einer großen, nicht tragbaren Goldmedaille. Die Inschrift lautet: „Hamiyyet ve ebnâ-yı cinsine mu‘âvenet“ – Hingabe und Hilfe für die Menschheit.

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750 €
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Los 9188 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Medaille für den Griechisch-Osmanischen Krieg von 1897 [Yunan Muhârebesi Madalyasι] (1896). Silber, an Tragebügel, ohne Band. BWK4 100; EL S. 315; ER S. 275. II

Im Mai 1896 erhob sich auf Kreta die griechisch-orthodoxe Bevölkerung gegen die osmanische Herrschaft. Griechenland unterstützte den Aufstand, und am 15. Februar 1897 landeten griechische Truppen auf der Insel. Nach Ablauf eines osmanischen Ultimatums begann am 7. April 1897 der Krieg zwischen beiden Staaten, der mit einem osmanischen Sieg endete. Im Friedensvertrag vom 4. Dezember 1897 erhielt Kreta jedoch auf Druck der Großmächte weitgehende Autonomie unter Prinz Georg von Griechenland als Hochkommissar.

Für die osmanischen Teilnehmer wurde 1897 unter Sultan Abdülhamid II. eine Medaille geprägt, deren Rückseite das Datum des Falls von Larissa und damit das Ende des griechischen Widerstands zeigt.

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Los 9189 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Medaille für den Bau der Hedschas-Eisenbahn von Damaskus nach Mekka [Hamidie Hicaz Demiryolu Madalyası] (1900). Kleine, tragbare Ausführung, Durchmesser 30,0 mm, Silberne Medaille, Silber, deutliche Tragespuren, ohne Bandring und ohne Band. BWK4 108. II-III

Die Hedschas-Bahn wurde unter Sultan Abdülhamid II. zwischen 1900 und 1908 unter Leitung des deutschen Ingenieurs Heinrich August Meißner Pascha mit bis zu 7.000 Soldaten erbaut. Sie diente ursprünglich als Pilgerbahn und führte über 1.320 km von Damaskus nach Medina; der Weiterbau bis Mekka scheiterte nach 1909 am Widerstand lokaler Stämme. Im Ersten Weltkrieg wurde die Strecke mehrfach von arabischen Aufständischen unter „Lawrence von Arabien“ sabotiert.

Zur Erinnerung an den Bau stiftete Abdülhamid II. 1900 die Hedschas-Bahn-Medaille in zwei Größen und drei Stufen (Gold, Silber, Bronze). Die Inschrift auf dem Revers lautet: „Hamidiye Hicaz demiryoluna hizmet eden hamiyyet-mendâna mahsus madalyadιr“. Der Zweck der roten und grünen Bänder ist unbekannt.

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Los 9190 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Medaille für den Bau der Hedschas-Eisenbahn von Damaskus nach Mekka [Hamidie Hicaz Demiryolu Madalyası] (1900). Kleine, tragbare Ausführung, Durchmesser 30,0 mm, Medaille in Nickel, Nickel, an Bandrahe, ohne Band. BWK4 109. II


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Los 9191 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Verfassungs-Medaille [Kânûn-ι Esâsî Madalyasι] (1909). Silberne Medaille, Silber, am Band. Zusammen mit altem englischsprachigen Beschreibungszettel. BWK4 117; EL S. 388; ER S. 306. II

Ende des 19. Jahrhunderts entstand im Osmanischen Reich die jungtürkische Reformbewegung. Ihr Aufstand unter Ahmed Niyazi Bey am 3. Juli 1908 führte zur Wiedereinführung der Verfassung von 1876 und zur Wiedereröffnung des Parlaments am 17. Dezember 1908 durch Sultan Abdülhamid II. Zu diesem Anlaß wurde die zweistufige Verfassungs-Medaille (Gold und Silber) herausgegeben, die frei käuflich und tragbar war.

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Los 9192 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Medaille für Verdienste um die Unterstützung der osmanischen Flotte [Donanma İane Madalyasι] (1912). Silberne Medaille, Durchmesser 27,8 mm, Öse abgebrochen (leicht zu reparieren!), mit Agraffe, Silber, am originalen alten Brustband. BWK4 123; EL S. 411 f.; ER S. 316 f. II

Die in fünf Ausführungen (Große und Kleine in Gold, in Silber, in Nickel und in Bronze) Medaille für jegliche Art von Verdiensten (auch finanzielle Beiträge!) um den Ausbau der osmanischen Kriegsflotte wurde 1912 [AH 1330 - AR 1328] unter Sultan Mehmed V. Reschad (1844-1918, reg. seit 1909) gestiftet.

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Los 9193 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Medaille vom Roten Halbmond [Hilâl-i Ahmer Madalyasι] (1912). 2. Ausgabe (Tragespange ohne Jahreszahlen - wohl ab 1914), Goldene Medaille, Silber vergoldet, tlw. emailliert, an Agraffe, Silber, tlw. emailliert, auf dem Revers punziert "Z" (?), am Originalband, an Tragespange, Silber emailliert, Nadel abgebrochen und fehlend. BWK4 126; EL S. 413 f.; ER S. 318 ff. II

Am 11. Juni 1868 wurde in Konstantinopel die „Osmanische Hilfsorganisation für verwundete und kranke Soldaten“ gegründet. Mit Beginn des Russisch-Türkischen Krieges 1877 ersetzte sie das Rote Kreuz durch den Roten Halbmond und nannte sich fortan „Osmanische Organisation des Roten Halbmonds“, später „Türkischer Roter Halbmond“. Unter Sultan Mehmed V. wurde 1912 der Orden bzw. die Medaille des Roten Halbmonds in drei Stufen (Gold, Silber, Bronze) gestiftet, teils mit Eichenlaub für besondere Kriegsverdienste. Für die Balkankriege 1912–1913 trug die Medaille die Jahreszahlen „1328–1329“.

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Los 9194 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Medaille vom Roten Halbmond [Hilâl-i Ahmer Madalyasι] (1912). 2. Ausgabe (Tragespange ohne Jahreszahlen - wohl ab 1914), Silberne Medaille, Silber, tlw. emailliert, an Agraffe, Silber, tlw. emailliert, am Originalband, ohne Tragespange. BWK4 127; EL S. 413 f.; ER S. 318 ff. II


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Los 9195 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Medaille vom Roten Halbmond [Hilâl-i Ahmer Madalyasι] (1912). 2. Ausgabe (Tragespange ohne Jahreszahlen - wohl ab 1914), Bronzene Medaille, Bronze, tlw. emailliert, an Agraffe, Bronze, tlw. emailliert, am wohl ergänzten alten, originär jedoch nicht zugehörigen Band, an Tragespange, Bronze, tlw. emailliert. BWK4 128; EL S. 413 f.; ER S. 318 ff. II


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Los 9196 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Große Imtiyaz-Medaille für außerordentlichen Mut, Tapferkeit und Treue [Sadakat ve Şecaat Madalyasι] (1878/1914). Goldene Medaille, Gold, Revers mit altosmanischer Naskh [نسخ] -Gravur سنه ١٣٣٢ چناق قلعه محاربه‌سی [Schlacht von Çanakkale im Jahre 1332], 36,9 g, Agraffe fehlt, ohne Band, mit Säbel-Bandspange "sene 1332" [Jahr AD 1914/15], Gold, 6,3 g, ohne Tragespange. BWK4 75; EL S. 296 f., S. 450; ER S. 249 ff. Von großer Seltenheit I-II

Die Medaille und die Säbelspange in hervorragender Erhaltung. - Laut unbestätigten Angaben des Einlieferers soll sich die gravierte Inschrift auf Großadmiral Prinz Heinrich von Preußen (1862-1929), den jüngeren Bruder Kaiser Wilhelm II. (1859-1951, reg. von 1888 bis 1918) beziehen. Wie die Übersetzung der Gravur in der Beschreibung der Medaille jedoch gezeigt hat, ist dies offensichtlich aber nicht der Fall, da sich die Gravur alleinig auf die Schlacht von Çanakkale [Dardanellen bzw. Gallipoli] im Jahre 1332 [AD 1914/15] bezieht, an der Prinz Heinrich definitiv nicht teilgenommen hat.

Nach dem Eintritt des Osmanischen Reiches in den Ersten Weltkrieg am 12. November 1914 wurden per Ferman vom 16. November 1914 die Imtiyaz- und Liyakat-Medaillen neu geregelt. Die Imtiyaz-Medaille erhielt den Namen „Sadakat ve Şecaat Madalyası“ („Medaille für Mut, Tapferkeit und Treue“) und wurde mit einer Säbelspange und der Jahresangabe 1332 (1914) versehen. Träger früherer Ausgaben durften beide Varianten tragen.

Mit Dekret Nr. 800 vom 24. April 1921 konnten diese Medaillen sowie die Osmanische Kriegsmedaille auch im Türkischen Befreiungskrieg (1919–1923) verliehen werden. Während des Ersten Weltkriegs und danach wurden zudem Spangen mit Gefechtsorten wie Çanakkale, Kafkasya, Filistin, Sakarya u. a. eingeführt.

Die goldene (teils auch silberne) Medaille wurde auch an ausländische Herrscher verliehen, u. a. an Kaiser Wilhelm II., Kaiser Franz Joseph, König Ludwig III. von Bayern und Zar Ferdinand I. von Bulgarien.

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Los 9197 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Große Imtiyaz-Medaille für außerordentlichen Mut, Tapferkeit und Treue [Sadakat ve Şecaat Madalyasι] (1878/1914). Silberne Medaille, Silber, mit geprägter (!) Widmungsinschrift "Almanya Imperatoru Hasametme'ab Vilhelm" [Seine Majestät dem Deutschen Kaiser Wilhelm] in alt-osmanischer Schrift, an Agraffe, Buntmetall versilbert, mit originalem Brustband mit Säbel-Bandspange "sene 1332" [Jahr AD 1914], an Tragespange, Buntmetall versilbert. BWK4 76 var.; EL S. 296 f., S. 450; ER S. 249 ff. Von großer Seltenheit II

Ob es sich bei dieser Medaille um eine Ausführung der Silbernen Medaille handelt, die gegen Ende des Ersten Weltkriegs grundsätzlich an deutsche Empfänger verliehen wurde, um die aufwändige individuelle Widmungsgravur „zu sparen“, konnte leider nicht geklärt werden.

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Los 9198 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: Liyakat-Medaille für Tapferkeit und Treue [Liyakât Madalyasι] (1890/1914). Silberne Medaille, Silber, an Agraffe, Silber, am Band mit aufgelegter Säbelspange "sene 1332" [Jahr AD 1914]. Mit Zettel mit ausführlicher Beschreibung in englischer Sprache. BWK4 86; EL S. 301 f., S. 450; ER S. 264 f. II

Nach dem Kriegseintritt des Osmanischen Reiches am 12. November 1914 wurden per Ferman vom 16. November 1914 Änderungen an der Liyakat-Medaille vorgenommen. Sie erhielt nun die Bezeichnung „Liyakat-Medaille für Tapferkeit und Treue“ und wurde mit einer Säbelspange sowie der Jahresangabe 1332 (1914) versehen. Träger älterer Ausführungen durften beide Varianten tragen. Mit Dekret Nr. 800 vom 24. April 1921 konnten die Liyakat- und Imtiyaz-Medaillen (mit Säbeln) sowie die Osmanische Kriegsmedaille auch im Türkischen Befreiungskrieg (1919–1923) verliehen werden. Während des Ersten Weltkriegs und danach wurden zusätzliche Bandspangen mit Gefechtsorten wie Çanakkale, Kafkasya, Filistin, Sakarya u. a. eingeführt. Die Medaille ging auch an zahlreiche deutsche und österreichische Soldaten.

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Los 9199 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: (Osmanische) Kriegs-Medaille [Harp Madalyası] (sog. "Eiserner Halbmond" oder "Gallipoli-Star") (1915). Deutsche Zweitanfertigung [taylor's copy], Ausführung mit in die Emaille eingelassenen Auflagen im Medaillon, ohne Herstellerbezeichnung, Buntmetall versilbert und emailliert, vertikal broschiert. BWK4 137; EL S. 456 f.; ER S. 324 ff.; ERM -. II

Kurz nach Kriegseintritt des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg initiierten Enver Pascha und das Kriegsministerium eine neue Kriegsauszeichnung für Tapferkeit, im Rang unterhalb der Imtiyaz- und Liyakat-Medaillen. Nach ersten Entwürfen entschieden sich die Behörden für eine Steckdekoration in Form eines fünfstrahligen Sterns mit der Tughra Sultan Mehmed V. und der Jahreszahl 1333 (1915). Mit Ferman vom 1. März 1915 wurde die einklassige Osmanische Kriegs-Medaille (Harp Madalyası) gestiftet; inoffizielle Bezeichnungen waren u. a. Muharebe Madalyası, Çanakkale Madalyası, „Eiserner Halbmond“ [deutsch] bzw. „Gallipoli Star“ [englisch]. Ergänzungen folgten im August/September 1915; obwohl als Steckdekoration konzipiert, existierte auch ein Brustband (rot mit zwei weißen Seitenstreifen). Mit Dekret vom 24. April 1921 durften die Kriegs- sowie andere Tapferkeitsmedaillen auch im Türkischen Befreiungskrieg (1919–1923) verliehen werden; hierfür wurden zahlreiche Gefechts-Spangen wie Çanakkale, Kafkasya, Sina, Kut-ul-Amare, Filistin, Sakarya, Romanya, Galiçya, Trablusgarb, Gazze und Kanal eingeführt. Die Medaille wurde vielfach auch an deutsche und österreichische Soldaten vergeben; wegen der schlichten Originalausführung entstanden zahllose qualitativ unterschiedliche deutsche und österreichische Nachfertigungen (teilweise in Silber oder Emaille), von denen einige Varianten und Sonderformen sehr selten sind.

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Los 9200 1
SAMMLUNG OSMANISCHES REICH

OSMANISCHES REICH: (Osmanische) Kriegs-Medaille [Harp Madalyası] (sog. "Eiserner Halbmond" oder "Gallipoli Star") (1915). Deutsche Zweitanfertigung [taylor's copy], Ausführung mit separat gefertigten Auflagen im Medaillon, möglicherweise Anfertigung der Firma Bruder, Bender & Co. in Lüdenscheid, Buntmetall versilbert und emailliert, horizontal broschiert, Broschierung mit Herstellerbezeichnung "B.B.&Co.". BWK4 137 l; EL S. 456 f.; ER S. 324 ff.; ERM S. 89, Nr. 5. II


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