Münzen und Medaillen aus Antike, Mittelalter und Neuzeit
Los 725

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| Schätzpreis | 100 € |
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Zinnmedaille 1713, von O. Kalashnikov (spätere Prägung des 19. Jahrhunderts), auf die russische Flottenexpedition in den Finnischen Meerbusen im Juli 1713. Geharnischtes Brustbild r. mit Lorbeerkranz und umgelegtem Mantel//Die auslaufende Flotte, im Vordergrund r. ein Felsvorsprung. 68,62 mm; 135,19 g. Diakov 43.3 (dort in Silber). Korrosionsflecken, Tuscheziffer auf dem Rand und im Feld der Vorderseite, kl. Kratzer, vorzüglich
Aus der Sammlung eines Berliner Numisnautikers.
Exemplar der Auktion Gießener Münzhandlung 88, München 1998, Nr. 3365.
Nachdem Peter I. das Baltikum und Südfinnland weitgehend unter seine Kontrolle gebracht hatte, wollte er auch die schwedische Flotte besiegen, die für Rußland wegen der besseren Ausrüstung eine bedeutende Gefahr darstellte. Er hatte elf neue, voll ausgerüstete Kriegsschiffe gekauft und beobachtete im Mai und Juni 1713 von seiner Festung Kronslot (heute Kronstadt auf der Insel Kotlin im Finnischen Meerbusen, 27 km westlich von St. Petersburg) aus die Flottenmanöver. Auf Befehl des Zaren segelte die neu ausgerüstete russische Flotte am 6. Juli 1713 ab, um die schwedische Flotte zu schlagen. Am 11. Juli 1713 kam es bei der (heute russischen) Insel Hogland (35 km südlich der finnischen Stadt Kotka, 180 km westlich von St. Petersburg) zu einem Seegefecht, das jedoch unentschieden verlief.
Die Medaille zeigt stolz die neuen russischen Kriegsschiffe, wohl auch als Machtdemonstration gegenüber der schwedischen Admiralität.