eLive Auction 90 - Tag 1 (Lose 1 - 630)
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Münzen und Medaillen aus Antike, Mittelalter und Neuzeit

BYZANTINISCHE MÜNZEN BYZANZ

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Constantinus VII., 913-959 und Romanus II.

AV-Solidus, 945/959, Constantinopolis; 4,36 g. Büste Christi v. v.//Beider Büsten v. v. mit Patriarchenkreuz. DOC 15; Sear 1751. Kl. Kratzer und min. Doppelschlag auf dem Avers, gutes sehr schön

Constantins VII. Regentschaft war von den bereits unter seinem Vater Leo VI. ausgebrochenen und weiterhin andauernden Auseinandersetzungen mit dem bulgarischen Herrscher Simeon geprägt. Dieser konnte gegen das byzantinische Reich wesentliche militärische Erfolge erzielen. Aus Machtkämpfen am Kaiserhof zwischen den Militärs Leon Phokas und Romanus Lecapenus ging letzterer als Sieger hervor, riss die Macht an sich und ließ sich 920 zum Mitkaiser krönen. Constantin konnte sich erst nachdem Romanus im Jahr 944 von seinen Söhnen zur Abdankung gezwungen wurde wieder wesentlich an der Regentschaft beteiligen. Er setzte die beiden zuvor als Koregenten fungierenden Söhne des Romanus ab, regierte für nur ein Jahr allein und erhob dann seinen eigenen Sohn Romanus II. zum Mitregenten. Dieser Constantin VII. ist vor allem bekannt für seine Werke über die byzantinische Hofkultur. Allen voran gibt sein Buch "De cerimoniis aulae byzantinae" einen einmaligen Einblick in das byzantinische Hofzeremoniell. Dazu: Sear, D. R., Byzantine Coins and their Values, London 2006, S. 334.