Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke
Los 6112

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Æs; 14,47 g.
Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Adrasteia geht r. mit kindlichem Zeus, um sie herum drei Korybanten mit Helmen, Schilden und Schwertern. RPC 843.
Dunkle Patina, min. korrodiert, min. Prägeschwächen, sehr schönErworben bei Franz Javorschek, München.
Laut antiker Mythen versteckte die Göttin Rhea das neugeborene Zeuskind in einer Höhle auf Kreta, in der die Korybanten bzw. Kureten über es wachten. Teil dieser Schutztruppe war auch die Bergnymphe Adrasteia, die hier auf unserem Stück abgebildet ist. Sie ist eine der Töchter des Melisseus, eines mythischen Königs von Kreta, und ernährte den kindlichen Zeus in der kretischen Höhle mit Ziegenmilch (siehe DNP s.v. "Adrasteia"). Hintergrund für das Verbergen des Kindes war Kronos, der Vater des Zeus. Diesem war geweissagt worden, daß sein Nachkomme ihm die Herrschaft entreißen würde. Infolgedessen beabsichtigte der Titan seinen Sohn zu verspeisen. Um das Weinen des Jungen vor Kronos zu verbergen, verursachten die Korybanten durch das Schlagen auf ihre Waffen großen Lärm und umtanzten das Kind. Rhea gab ihrem Gatten währenddessen einen Stein zu essen, den Kronos fälschlicherweise für das Zeuskind hielt. Siehe hierzu Apollodorus, Bibliothek 1.1.5-7, abgerufen unter http://data.perseus.org/citations/urn:cts:greekLit:tlg0548.tlg001.perseus-eng1:1.1.5 (14.05.2025).