Auktion 433 - Teil 1 (Lose 6001 - 6447)
Beendet

Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke

RÖMISCHE PROVINZIALPRÄGUNGEN. LYDIA

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Schätzpreis 400 €
Zuschlag 320 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

SARDEIS. Philippus I., 244-249.

Æs,

Strategos Aurelius Herakleidianos; 22,05 g. Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Legende in Kranz. Kurth 681; RPC online ID 20239 (unassigned).

Von großer Seltenheit. Dunkle Patina, schön/sehr schön

Erworben im November 1988 von der Münzhandlung Javorschek, München.

Der agonale Preiskranz auf dem Revers dieses Stückes besteht aus Chrysanthemen und wurde bei den Chrysanthina verliehen, den zwischen 150 und 175 n. Chr. gegründeten Spielen. Mit diesen wurden neben den Wettkämpfern sowohl die Artemis von Ephesos als auch die Kore von Sardeis geschmückt. Eine Erklärung für die Bedeutung der Chrysanthemen für die Region führt sie auf den Raub der Persephone durch Hades zurück, der in der Nähe von Sardeis stattgefunden haben soll, als die Göttin gerade Blumen pflückte. Die nach dem lokalen Mythos benannten Chrysanthina stellten die Region in den Vordergrund und nicht primär den römischen Kaiser, zu dessen Ehren im Zuge der zweiten Neokorie die Spiele eigentlich veranstaltet wurden. Strasser, J.-Y., Les fleurs d’or du Tmolos, in: Revue des Études Grecques 132.2, 2019, S. 367-409.