Auktion 433 - Teil 1 (Lose 6001 - 6447)
Beendet

Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke

RÖMISCHE PROVINZIALPRÄGUNGEN. MYSIA

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Schätzpreis 400 €
Zuschlag 1.100 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

GERME. Philippus I., 244-249.

Æ-Medaillon, 241/244,

Archon Gaius Iulius Perperus Rufinianus; 33,38 g. Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Herakles r. erwürgt den nemeischen Löwen l. Corpus Nummorum Online -; Ehling 307.2 (dies Exemplar); RPC online ID 20157 (unassigned; dies Exemplar abgebildet).

Von großer Seltenheit. Braune Patina, sehr schön

Exemplar der Auktion Cahn 71, Frankfurt am Main 1931, Nr. 845; der Auktion Lanz 32, München 1985, Nr. 760 und der Sammlung Gilbert Steinberg, Auktion NAC/Spink Taisei, 16. November 1994, Nr. 886.

Der Halbgott Herakles war nach Apollon die wichtigste mythologische Gestalt auf Münzen aus Germe. Von den Heldentaten des Heroen wurden laut Ehling der Kampf gegen den nemeischen Löwen, der mit dem kretischen Stier und die Entführung des Kerberos abgebildet (Ehling, K., Die Münzprägung der mysischen Stadt Germe in der römischen Kaiserzeit, 2001, S. 86-94). Auch die Bezwingung der kerynitischen Hirschkuh auf einer Münze von Germe (die von Mionnet beschrieben, von Ehling aber nicht nachgewiesen werden konnte) ist mittlerweile in mehreren Exemplaren (v. a. im Museo Archeologici Nazionale in Florenz, RPC 3829) bekannt, wie auch der Raub der Hesperiden (RPC 145 A).