Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke
Los 6436

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| Schätzpreis | 20.000 € |
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AV-Oktodrachme (Mnaion), 251/250 v. Chr., Alexandria; 27,94 g.
Kopf r. mit Diadem und Schleier, dahinter K//Doppelfüllhorn mit Taenie.
CPE 390; Olivier/Lorber in RBN 159 (2013), 185 (dies Exemplar); Svoronos 475. R Prachtexemplar mit feiner Tönung, kl. Kratzer auf den Revers, sonst vorzüglich+Exemplar der Auktion Peus Nachf. 270, Frankfurt am Main 1969, Nr. 107.
Dieses große antike Goldnominal wurde zuerst unter Ptolemaios II. (285-246 v. Chr.) nach 270 v. Chr. ausgeprägt, als er seine Schwestergemahlin Arsinoe II. nach ihrem Tod zu göttlichen Ehren aufsteigen ließ. Dieser Typ wurde immer wieder aufgegriffen. Eine Oktodrachme (8 Drachmen) war der Gegenwert von einer Mine, d. h. 100 Drachmen in Silber, daher auch der antike Name Mnaion, der in Papyri mehrfach vorkommt. In der ägyptischen Kupferwährung entsprach das Stück 2 Talenten Kupfer oder 12.000 Kupferdrachmen.