Auktion 433 - Teil 4 (Lose 7184 - 7448)
Beendet

Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Schätzpreis 1.250 €
Zuschlag 3.000 €

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Maiorianus, 457-461.

AV-Tremissis, Mediolanum; 1,48 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Kreuz in Kranz. RIC 2640. RR Kl. Druckstelle auf dem Avers, sehr schön

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Auktion Peus Nachf. 330, Frankfurt am Main 1991, Nr. 491.

Julius Valerius Maiorianus machte im Militär Karriere. 454 quittierte er den Dienst und zog sich auf ein Landgut zurück, wurde aber nach dem Tod des Aëtius noch im selben Jahr von Valentinianus III. in den aktiven Dienst zurückgerufen. Nach der Ermordung des Valentinianus III. 455 war Maiorianus der von der Kaiserinwitwe Licinia Eudoxia als Nachfolger favorisierte Kandidat. Doch der Senator Petronius Maximus machte das Rennen. Wohl noch vor der Plünderung Roms fand Petronius Maximus beim Versuch, aus Rom zu fliehen, den Tod. Neuer Kaiser wurde mit westgotischer Unterstützung Eparchius Avitus. Dieser wurde durch eine von Ricimer und Maiorianus angeführte Militärrevolte 456 gestürzt. Zunächst gab es keinen neuen Augustus des Westens, bis Maiorianus nach einem Sieg gegen in das Reich eingefallene Alemannen am 1. April 457 wohl durch das Militär zum Augustus proklamiert wurde. Ende des Jahres wurde Maiorianus von Leo als Kaiser anerkannt. Es gelang Maiorianus, seinen Reichsteil zu stabilisieren, der Versuch der Rückeroberung Africas schlug allerdings fehl. 461 wurde er von Ricimer abgesetzt und fand bald den Tod.