Auktion 433 - Teil 4 (Lose 7184 - 7448)
Beendet

Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Schätzpreis 15.000 €
Zuschlag 48.000 €

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Romulus Augustus, 475-476.

AV-Tremissis, Mediolanum; 1,44 g. Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Kreuz in Kranz. RIC 3419. Von großer Seltenheit. Kl. Kratzer, sehr schön

Aus der Sammlung eines hessischen Pharmazeuten.

Exemplar der Sammlung des Marquis Carlo Strozzi, Auktion Sangiorgi, Rom 15.-22. April 1907, Nr. 2013 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 174, Osnabrück 2010, Nr. 1108.

475 ernannte Julius Nepos Flavius Orestes zum Patricius und Magister Militum. Dieser dankte es ihm, indem er nach Rom marschierte und seinen Sohn Romulus Augustus zum Kaiser ausrief. Julius Nepos setzte sich nach Dalmatien ab. Da Romulus Augustus noch ein kleines Kind war, war der wahre Herrscher allerdings Orestes. Dieser verweigerte 476 den barbarischen Hilfstruppen das ihnen versprochene Land, was zu einem Aufstand der Truppen unter Odoaker führte. Orestes wurde am 28. August 476 getötet, Romulus Augustus wurde abgesetzt, aber verschont und mit einer Pension versehen. Einer Gesandtschaft des Odoaker gegenüber erklärte der oströmische Kaiser Zeno, daß er immer noch Julius Nepos als legitimen Kaiser ansah. Julius Nepos wurde schließlich 480 - immer noch in Dalmatien - ermordet.
Obwohl rechtlich Julius Nepos der letzte Kaiser des Westens war, wird doch häufig Romulus Augustus so bezeichnet. Die sehr seltenen Münzen des Romulus Augustus gehören daher zu den gefragtesten römischen Münzen.