Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke
Los 7299

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| Schätzpreis | 600 € |
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AV-Tremissis, 444/450, Constantinopolis; 1,47 g. Drapierte Büste r. mit Diadem//Kreuz im Kranz. RIC 346. Von großer Seltenheit. Kl. Doppelschlag auf dem Avers, sehr schön
Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.
Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 62, München 1993, Nr. 649 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 89, Osnabrück 2004, Nr. 2737.
Diese äußerst seltenen Prägungen für Licinia Eudoxia mit der Averslegende AEL EVDOXIA AVG werden gelegentlich mit den Prägungen im Namen ihrer Großmutter Aelia Eudoxia verwechselt, da diese eine identische Averslegende zeigen. Die Unterscheidung der Tremisses im Namen der Licinia Eudoxia von jenen im Namen der Aelia Eudoxia ist jedoch anhand der Münzstättensigle eindeutig möglich.
Licinia Eudoxia, die Tochter des Theodosius II., wurde 437 mit Valentinianus III. verheiratet. Nach dessen Ermordung wurde sie gezwungen, Petronius Maximus zum Mann zu nehmen. Sie soll es gewesen sein, die schließlich Geiserich zu Hilfe rief, was im Juni 455 zur Plünderung Roms durch die Vandalen führte. Licinia Eudoxia wurde nach Karthago verschleppt und erlangte erst 462 die Freiheit.