Auktion 433 - Teil 4 (Lose 7184 - 7448)
Beendet

Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Schätzpreis 7.500 €
Zuschlag 8.000 €

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Libius Severus, 461-465.

AV-Solidus, 462, Rom; 4,4 g. Drapierte Büste r. mit Rosettendiadem//Kaiser steht v. v. mit Kreuz und Victoria auf Globus, Fuß auf menschenköpfiger Schlange. RIC 2704. RR Prägeschwäche, vorzüglich

Aus der Sammlung eines hessischen Pharmazeuten.

Erworben 2003 bei der Firma Astarte und Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 326, Osnabrück 2019, Nr. 1710.

Nach dem Tod des Valentinianus III. und der kurzen Regierung des Petronius Maximus gab es zwischen 456 und 472 vier (teils vom Augustus des Ostens nicht anerkannte) Augusti des Westens. Diese hatten gemeinsam, dass ihre eigene politische Macht stark begrenzt war, weil sie fast vollständig vom Wohlwollen des einflussreichen magister militum Ricimer abhängig waren. Nachdem Maiorian bei diesem in Ungnade gefallen und in der Folge getötet worden war, erhob Ricimer Libius Severus zum Kaiser. Severus, selbst ein italischer Senator, hatte jedoch wenig Einfluss auf das politische Geschehen und starb 465 vermutlich eines natürlichen Todes (allerdings sind auch Quellen überliefert, die einen Tod durch Gift erwähnen). Siehe hierzu Flomen, M., The Original Godfather: Ricimer and the Fall of Rome, Hirundo 7, 2009/2010, S. 9-17.