Auktion 433 - Teil 3 (Lose 6730 - 7183)
Beendet

Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Schätzpreis 3.000 €
Zuschlag 3.000 €

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Magnentius, 350-353 für Decentius.

AV-Solidus, 353, Treveri; 3,9 g. Drapierte Büste r.//Victoria und Libertas halten Trophäe. Bastien 83 (dies Exemplar erwähnt); RIC 289; Zschucke 13. Von großer Seltenheit. Bearbeitungsstellen am Rand, winz. Kratzer und Auflagen, dennoch attraktives Exemplar, sehr schön

Exemplar der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke.

Exemplar der Auktion Ciani-Vinchon, Paris 6.-7. Mai 1955, Nr. 464.

Magnentius machte seinen Bruder Decentius im Jahr 350 als Caesaren zum Mitregenten. Er sollte die Rheingrenze gegen den Einfall germanischer Stämme absichern und ihm in der Auseinandersetzung mit dem letzten verbliebenen Konstantinssohn Constantius II. den Rücken freihalten. Gegen die beiden Usurpatoren erhob sich wiederum Poemenius, der sogar für einige Zeit die Residenzstadt Trier unter seine Kontrolle bringen konnte (Holt, W., Usurping a Usurper: The Poemenius Revolt at Trier, in: Journal of the Numismatic Association of Australia 17, 2006, S. 71–79). Nach der Niederlage seines Bruders in der entscheidenden Schlacht am Mons Seleucus gegen Constantius II. im Jahr 353 beging auch Decentius Selbstmord. Die Solidi des Decentius stimmen motivisch zumeist mit denen seines Bruders überein, sind allerdings weitaus seltener als jene des Magnentius.