Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke
Los 7207

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AV-Solidus, Treveri; 4,48 g. Drapierte Büste r. mit Rosettendiadem//Kaiser steht r. mit Labarum und Victoria auf Globus, l. Stern. RIC 76; Zschucke 85. RR Winz. Kratzer und Schürfstelle, min. Auflagen auf dem Revers, sonst gutes sehr schön
Exemplar der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke.
Erworben 1988.
Zschucke (Die römische Münzstätte Trier, 3. Aufl., 1997) ordnet den Typus der 11. Prägeperiode der Edelmetalle aus Trier zu. Den Beginn dieser Emissionierung setzt er während der Münzreform des Constans an. Er bemerkt zu den Prägungen dieser Art weiterhin, dass Magnus Maximus zu Beginn seiner Herrschaft die Erstemissionen Valentinians I. mit der Sondersignierung SMTR (Sacra Moneta Treverensis) kopierte.
Nach Magnentius konnte sich mit Magnus Maximus erneut ein Gegenkaiser für mehrere Jahre im Westen des Imperiums halten. Der in Britannien stationierte General wurde 383 von seinen Truppen zum Kaiser proklamiert. Er regierte zusammen mit seinem Sohn Flavius Victor bevor er 387 versuchte seinen Machtbereich weiter in das Herrschaftsgebiet von Theodosius II. auszudehnen und von dessen Vater Theodosius I. besiegt wurde. Magnus Maximus ist besonders bekannt für die Verfolgung der Heräsie. Er verurteilte mit Priscillian, einem Anhänger einer asketischen Bewegung, den ersten Christen wegen seines falschen Glaubens zum Tod. Dazu: Birley, A. R./Taylor, F., Magnus Maximus and the persecution of heresy, Bulletin of the John Rylands Library, Manchester 66.1, 1983, S. 13-43.