Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke
Los 6953

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| Schätzpreis | 2.000 € |
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AV-Aureus, 303, Treveri; 5,97 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Jupiter sitzt l. mit Blitz und Zepter. Calicó 4559; RIC 76. Von großer Seltenheit. Antike Öse (intakt), sehr schön
Exemplar der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke.
Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 67, Osnabrück 2001, Nr. 1080 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 104, Osnabrück 2005, Nr. 608.
Seit 285 herrschte Diocletian nicht wie seine Vorgänger allein über das Imperium Romanum, sondern gemeinsam mit Maximian, den er zunächst zum Caesaren, dann zum Augustus erhob. Diese Maßnahme sollte in Zeiten jahrelanger Kriege und Usurpationen für Stabilität sorgen. Noch vor 289 nahm Diocletian den Beinamen des höchsten Gottes Iovius an, Maximian wurde Herculius als der Name dessen göttlichen Sohnes verliehen. Wurden von ihren Vorgängern zwar bereits mit Göttern verbundene Epitheta wie invictus übernommen, war die Bezeichnung der Kaiser mit den Namen der Götter hingegen beispiellos in der römischen Herrschaftsrepräsentation (Waldron, B., Dynastic Politics in the Age of Diocletian, AD 284–305, 2022, bes. S. 38-42). Auf unserem Stück umgibt die einmalige Verbindung der Vicennalien mit dem Namen des Kaisers und Jupiters den thronenden Gott (PRIMI XX IOVI AVGVSTI).