Auktion 433 - Teil 3 (Lose 6730 - 7183)
Beendet

Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Schätzpreis 4.000 €
Zuschlag 12.000 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Constantius I., 293-306.

AV-Aureus, 293/294, Treveri; 5,6 g.

Kopf r. mit Lorbeerkranz//Minerva steht l. mit Speer und Schild.

Calicó 4808 (dies Exemplar abgebildet); Depeyrot 1D/3 (dies Exemplar); RIC -, vergl. 5. Von allergrößter Seltenheit. Wohl Unikum. Feine Goldtönung, hohes Relief, sehr schön

Exemplar der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke.

Exemplar der Auktion Münzen und Medaillen AG 21, Basel 1960, Nr. 87; der Sammlung Leo Biaggi de Blasys (1906-1979), Nr. 1824; der Auktion Leu Numismatik AG 54, Zürich 1992, Nr. 316 und der Auktion Grün 76, Heidelberg 2019, Nr. 361.

Die Averslegende CONSTAN-TIVS NOB C statt CONSTA-NTIVS N C ist für diesen Typus wesentlich seltener.

Die Strategie der göttlichen Legitimation basierte in der Tetrarchie auf der Verbindung der Herrscher mit spezifischen comites, von denen sie zugleich abstammen sollten: Diocletian von Jupiter und Maximian von Hercules. Ihre Caesares wurden in die Abstammung von diesen beiden Göttern integriert, konnten seltener aber auch mit anderen Gottheiten assoziiert werden: Galerius mit Mars und Constantius I. mit Sol. Die einzige weitere Gottheit, die zu Beginn des tetrarchischen Systems ebenfalls eine bedeutendere Rolle spielt, ist Minerva (Smith, M. D., The religious coinage of Constantius I., Byzantion 70.2 (2000), S. 481).