Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke
Los 6955

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| Schätzpreis | 150 € |
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Æ-Follis, 305/306, Treveri, 12 a Emission, 1. Offizin; 11,12 g. Konsularbüste r. mit Lorbeerkranz, Olivenzweig und Mappa//Providentia und Quies stehen einander gegenüber. RIC 677. Dunkle Patina, vorzüglich
Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 62, München 1993, Nr. 608.
Datierung und Emissionszuweisung nach Schulten.
Am 1. Mai des Jahres 305 dankten die Augusti der ersten Tetrarchie Diocletian und Maximian nach 20 Jahren der gemeinsamen Regentschaft in zwei Staatsakten in den Residenzstädten Nicomedia und Mediolanum ab. Sie zogen sich auf ihre Altersruhesitze im Diocletianspalast von Salona (Split) und in eine Villa in Süditalien zurück. Ihre formaligen Caesares rückten als neue Augusti nach. Nur wenige Zeit später erhob sich Maximian allerdings erneut zum Kaiser und machte auch seinen Schwiegersohn Constantin zum Augustus. Auf der Kaiserkonferenz von Carnuntum im Jahr 308 versuchte Diocletian die Herrschaft noch einmal entsprechend des tetrarchischen Systems zu ordnen: Galerius und Licinius sollten die neuen Augusti werden, Maximinus Daia und Constantin ihre Caesares.