Auktion 433 - Teil 3 (Lose 6730 - 7183)
Beendet

Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

Bieten


Schätzpreis 1.250 €
Zuschlag 4.200 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Julianus in Pannonien, 284-285.

Æ-Antoninian, Siscia; 4,81 g.

Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Victoria geht l. mit Kranz und Palmzweig.

RIC 5. Von großer Seltenheit. Dunkle schwarzgrüne Patina, kl. Schrötlingsfehler, etwas Silbersud, vorzüglich

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 71, München 1995, Nr.  813.

Über Julian von Pannonien berichten nur Aurelius Victor, die Epitome de Caesaribus und Zosimos, wobei der Epitomator und Zosimos - wie so oft - aus einer gemeinsamen, leider verlorenen Quelle schöpfen. Ob unser Kaiser Marcus Aurelius Julianus hieß oder ob er zusätzlich noch den Namen Sabinus führte (Epitome 38, 6; Zosimos 1, 73, 1 und 3), läßt sich nicht eindeutig beantworten. Den Purpur ergriff Julianus, der vorher wohl das Amt eines Corrector Venetiae innehatte (Aurel. Vict. 39, 10) nach dem Tode des Numerianus. Er herrschte in Pannonien, seine Münzen sind ausschließlich in Siscia geprägt. Ob er seine letzte Schlacht gegen Carinus in Illyrien (Aurelius Victor) oder auf den Campi Veronenses (Epit. de Caes.) verlor, läßt sich nicht mit Sicherheit sagen.