Auktion 433 - Teil 3 (Lose 6730 - 7183)
Beendet

Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Schätzpreis 2.000 €
Zuschlag 2.600 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Numerianus, 283-284.

AV-Aureus, 284, Rom; 4,91 g.

Gepanzerte Büste r. mit Lorbeerkranz//Salus sitzt l. und füttert eine um einen Altar gewundene Schlange.

Calicó 4315; Coh. 86; RIC 404. RR Gestopftes Loch, sehr schön-vorzüglich

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Erworben 1986 bei der Firma Schulten, Köln.

Numerianus, der nach dem Tode seines Vaters die schwierige Aufgabe hatte, das Heer aus Persien zurückzuführen, starb unter mysteriösen Umständen. Der Tod des Numerianus wurde den Soldaten zunächst vom Praetorianerpräfekten Aper verheimlicht, der den toten Kaiser unter dem Vorwand, dieser litte an einer Augenkrankheit, in einer von außen nicht einsehbaren Kutsche transportieren ließ. Nach der durch den Verwesungsgeruch der Leiche hervorgerufenen Entdeckung des toten Kaisers beschuldigte der Kommandeur der kaiserlichen Leibwache, Valerius Diocles (der spätere Kaiser Diocletian), Aper des Mordes und durchbohrte ihn mit seinem Schwert.
Die auf dem Revers dargestellte Salus propagiert grundsätzlich Gesundheit und Wohl des Kaisers als Grundlage der Kontinuität des Staates, konnte aber auch mit konkreten Anlässen wie Krankheit eines Mitgliedes der kaiserlichen Familie, Reisetätigkeit bzw. Kriegszügen oder einer Nachfolgeregelung verknüpft sein.
Siehe zur Salusdarstellung Winkler, Lorenz, Salus. Vom Staatskult zur politischen Idee, Heidelberg 1995.