Auktion 433 - Teil 3 (Lose 6730 - 7183)
Beendet

Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Schätzpreis 1.500 €
Zuschlag 14.000 €

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Constantinus I., 306-337 für Crispus.

AV-Tremissis zu 1 1/2 Scripula, 326, Ticinum; 1,69 g.

Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Prinz steht r. mit Speer und Globus.

RIC 112. Von großer Seltenheit. Kl. Schürfspur auf dem Avers, min. raue Oberfläche auf dem Revers, sonst vorzüglich

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Auktion Bank Leu 25, Zürich 1980, Nr. 436; der Sammlung Dr. Anton C. R. Dreesmann, Auktion Spink, London 13. April 2000, Nr. 147 und der Auktion NAC 24, Zürich 2002, Nr. 286.

Das Nominal wird meist als "1 1/2 Scripula" oder "9 Siliquae" bezeichnet. Korrekt ist die - auch antik belegte - Bezeichnung Tremissis, die 1/16 der Uncia (und somit 1,5 Scripula bzw. 9 Siliquae) entspricht. Der Tremissis zu 8 Siliquae, der 1/3 Solidus entspricht, wurde 384 eingeführt. Siehe Weiser, Wolfram, Die Geldwährung des römischen Reiches, Bonn 2023, S. 120 f.
Durch den trennenden Punkt zwischen PRINCIPI und IVVENTVTIS in der Reverslegende ist die Zuordnung zur Münzstätte Ticinum gesichert. Anlass dieser Prägung war vermutlich das Donativum im Jahr 326, das noch vor dem Tod des Crispus (Februar 326) stattfand. Siehe Bastien, P., Monnaie et Donativa au Bas-Empire, Wetteren 1988, S. 78; Depeyrot, S. 74.