Auktion 433 - Teil 3 (Lose 6730 - 7183)
Beendet

Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Schätzpreis 4.000 €
Zuschlag 13.000 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Claudius II. Gothicus, 268-270.

AV-Aureus, Rom; 2,89 g.

Kopf r. mit Lorbeerkranz//Galeere r.

Calicó 3940 (dies Exemplar); Coh. -; MER-RIC -; RIC -. Von allergrößter Seltenheit. Kratzer, sehr schön-vorzüglich

Exemplar der Sammlung Christoph Buchhold.

Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 21, Osnabrück 1992, Nr. 962.

Im Jahr 268 n. Chr. wurde Gallienus bei der Belagerung der Stadt Mediolanum, in der sich Aureolus, der zu Postumus übergelaufene Kommandeur der gallienischen Schlachtenkavallerie verschanzt hatte, vom Generalstab der Donauarmee getötet. Das Heer betrauerte allerdings den prächtigen Feldherren, und es kam zu Tumulten. Der neue Kaiser, Claudius Gothicus, verbreitete die Fabel, Gallienus habe ihn zur Nachfolge designiert und zahlte jedem Soldaten 20 Aurei aus. Claudius II. errang 269 einen bedeutenden Sieg über die Goten, wurde aber bereits im folgenden Jahr von der immer noch grassierenden Cyprianischen Pest dahingerafft.
Die Darstellung auf dem hiesigen Aureus ist wahrscheinlich von Münzen des Postumus inspiriert, der seinerseits mit den Naves lusoria möglicherweise an seine Rheinüberquerung erinnerte.