Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke
Los 6532

Bieten
| Schätzpreis | 250 € |
| Zuschlag |
Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.
Æ-Sesterz, 41/50, spanische oder irreguläre Münzstätte; 12,52 g.
Kopf l.//Claudius sitzt l. mit Zweig, darunter Waffen. Besombes/Barrandon in RN 155 (2000), Pl. VI, 8;
BMC vergl. 157; Coh. vergl. 8; RIC² vergl. 93. R Sehr schön-vorzüglich/sehr schönExemplar der Sammlung Christoph Buchhold.
Exemplar der Auktion Kölner Münzkabinett 29, Köln 1980, Nr. 204.
Als Folge der Einstellung der Prägetätigkeit in den westlichen Provinzen unter Caligula und Schließung der Münzstätte von Lugdunum im Jahre 41 v. Chr. verknappte sich die Versorgung an Münzen im westlichen Teil des Reiches. Die Münzstätte von Rom konnte der gesteigerten Nachfrage - besonders im Hinblick auf den bevorstehenden Britannien-Feldzug - offensichtlich nicht nachkommen und es entstanden mehrere offizielle Münzstätten in Spanien und Gallien. Diese Münzstätten und ihre Aktivität sind von der Forschung bisher vernachlässigt worden. Im Gegensatz zu von Kaenel, untersuchen Besombes und Barradon neben der römischen Münzstätte auch die Prägetätigkeit von unterschiedlichen Münzstätten im Westen und weisen die Gepräge aufgrund von unverwechselbaren Stilen, Metallgehalt und Hortfunden neu zu. Bei dem vorliegenden Exemplar könnte man aufgrund des niedrigen Gewichtes auch eine irreguläre Münzstätte vermuten.