Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke
Los 6290

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| Schätzpreis | 3.000 € |
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AR-Drachme, 515/493 v. Chr.; 5,67 g.
Delphin l. in sichelförmigem Hafenbecken//Kammmuschel im Mittelfeld eines neunfeldigen Incusums.
Gielow 55; Hoover 766. R Herrliche Patina, leichter Doppelschlag auf dem Avers, fast vorzüglichAus der Sammlung eines norddeutschen Antikenfreundes.
Exemplar der Auktion Hess/Leu 49, Luzern 1971, Nr. 50; der Auktion CNG 61, Lancaster 2002, Nr. 366 und der Auktion NAC 150, Zürich 2024, Nr. 545.
Dankle (= Zankle) heißt Sichel, und damit ist die Form des Hafens gemeint. Die Vorderseitendarstellung drückt dies treffend aus. Zuerst war die Stadt eine Sikeler-Siedlung. Dann wurde von Kyme und Chalkis eine griechische Kolonie unter Beibehaltung des Namens gegründet. Als die Samier nach der Eroberung ihrer Heimat in Kleinasien durch die Perser 494 v. Chr. teilweise nach Unteritalien kamen, wurden sie von Anaxilas von Rhegion zum Überfall von Zankle überredet. Die Bewohner Rhegions, die ursprünglich aus Messenien stammten, nahmen Besitz von der strategisch wichtig an der Meerenge gelegenen Stadt und gaben ihr den neuen Namen Messana.