Auktion 433 - Teil 1 (Lose 6001 - 6447)
Beendet

Die Sammlung Willi Schleer - Römische Provinzialprägungen | Münzen der antiken Welt, u. a. aus der Sammlung eines Antikenfreundes, der Sammlung eines Pharmazeuten, der Sammlung Christoph Buchhold und der Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke

GRIECHISCHE MÜNZEN LYDIA

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Schätzpreis 2.500 €
Zuschlag 5.500 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Kroisos, 561-546 v. Chr.

AV-1/6 Stater (leichter Standard), Sardeis; 1,32 g.

Löwen- und Stierprotome einander gegenüber//Incusum. Babelon, Traité 406;

Kurth G54. Gutes vorzüglich

Aus der Sammlung eines norddeutschen Antikenfreundes.

Exemplar der Auktion Nomos 1, Zürich 2009, Nr. 109.

Kroisos, der Sohn des Alyattes aus dem Geschlecht der Mermnaden, war der letzte König von Lydien. Es gelang Kroisos, das westliche Kleinasien bis an den Halys zu unterwerfen, mit Ausnahme von Lykien und Kilikien. Der Reichtum des lydischen Königs war sprichwörtlich. Kroisos hat ein umfassendes, bimetallisches Münzsystem entworfen, das auf einem schweren Goldstater von 10,6 g und einem leichten Goldstater von 8,1 g sowie einem Silberstater von 10,6 g bei einem Verhältnis von Gold zu Silber von 13 1/3 : 1 beruhte. Es gab Stückelungen der Statere bis hinab zum 1/24 Stater. Das meisterhafte Währungssystem des Kroisos mit 16 verschiedenen Nominalen fand in der Antike nie wieder seinesgleichen.
Kurth datiert die Goldprägungen auf 550/520 v. Chr., unser Stück könnte also auch posthum geprägt worden sein.