Die Sammlung Dr. W. R. Teil 10 – Das 3. Jahrhundert von Macrinus bis Julianus von Pannonien (217-285 n. Chr.)
Los 10579

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Æ-Antoninian, Siscia; 3,65 g.
DEO ET DOMINO CARO INVIC AVG Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Providentia steht l. mit Globus und Zepter. Auktion Lanz 164, München 2017, Nr. 271 (Avers stempelgleich);
RIC - (Av. vergl. 100/Rv. vergl. 105). RR Min. korrodiert, sehr schönExemplar der Auktion Giessener Münzhandlung 97, München 1999, Nr. 1174.
Ab der Mitte der des 3. Jahrhunderts n. Chr. achtete man in der Münzprägung zunehmend weniger auf die althergebrachte Form der Titulatur, was schließlich in Legenden mit dem deus et dominus-Titel gipfelte. Die Einführung des Titels (in Gelübdeform: DOMINO ET DEO) war eine Initiative des procurator monetae in Serdica unter Aurelianus, der mit diesem Titel später auch Probus und Carus verehrte. Die Titulatur entstand wohl nicht auf Betreiben der Reichsregierung, wurde von dieser aber geduldet. Siehe Alföldi, Andreas, Die monarchische Repräsentation im römischen Kaiserreiche, Darmstadt 1980, S. 210 ff.