Die Sammlung Dr. W. R. Teil 10 – Das 3. Jahrhundert von Macrinus bis Julianus von Pannonien (217-285 n. Chr.)
Los 10503

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B-Antoninian, November 274/September 275, Serdica, 8. Emission, 3. Offizin; 3,77 g.
Gepanzerte Büste r. mit Strahlenbinde//Kaiser steht l. und empfängt einen Kranz von weiblicher Gestalt. CBN S. 401; MER-RIC 2799 (temporary number); MIR 261 dd3 (dies Exemplar); RIC 305; Wienand in JNG 65 (2015), Nr. 17 (dies Exemplar).
Von großer Seltenheit. Voller Silbersud, min. korrodiert, sehr schön-vorzüglich/vorzüglichErworben im März 1997 bei der Firma Aufhäuser, München.
Ab der Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. achtete man in der Münzprägung zunehmend weniger auf die althergebrachte Form der Titulatur, was schließlich in Legenden mit dem deus et dominus-Titel gipfelte. Die Einführung des Titels (in Gelübdeform: DOMINO ET DEO) war eine Initiative des procurator monetae in Serdica unter Aurelianus. Die Titulatur entstand wohl nicht auf Betreiben der Reichsregierung, wurde von dieser aber geduldet. Siehe Alföldi, Andreas, Die monarchische Repräsentation im römischen Kaiserreiche, Darmstadt 1980, S. 210 ff.