eLive Premium Auction 436
Beendet

Die Sammlung Dr. W. R. Teil 10 – Das 3. Jahrhundert von Macrinus bis Julianus von Pannonien (217-285 n. Chr.)

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

Bieten


Schätzpreis 300 €
Zuschlag 525 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Balbinus und Pupienus, 238 für Gordianus III.

AR-Denar, Rom; 2,65 g. Drapierte Büste r.//Priestergeräte. BMC 62; Coh. 182; RIC 1. R Feine Tönung, min. Prägeschwächen auf dem Revers, fast vorzüglich

Exemplar der Auktion Lanz 114, München 2003, Nr. 591 und der Auktion Hauck & Aufhäuser 20, München 2007, Nr. 452.

Nach dem Tod der Gordiane I. und II. wurde die Augustuswürde durch den Senat auf Balbinus und Pupienus übertragen. Deren Herrschaft war jedoch instabil, fehlte ihnen doch die dynastische Legitimation. Infolgedessen erhoben die beiden Augusti den erst 13-jährigen Gordianus III., den Enkel des ersten Gordian, zum Caesar. Ob hierbei der Wunsch der römischen Bevölkerung oder das Drängen früherer Gordiansympathisanten im Senat maßgeblich war, bleibt unklar. Kurze Zeit später fanden Balbinus und Pupienus trotzdem den Tod, sodass Gordian zum Alleinherrscher avancierte. Aufgrund des kurzen Zeitraums, in dem Gordianus III. als Caesar agierte, sind Münzen, die ihn in dieser Rolle zeigen, selten. Siehe hierzu M. Scholler, Legitimization strategies of Gordian III, Sapiens Ubique Civis 4, 2023, S. 217-234.