eLive Premium Auction 436
Beendet

Die Sammlung Dr. W. R. Teil 10 – Das 3. Jahrhundert von Macrinus bis Julianus von Pannonien (217-285 n. Chr.)

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Schätzpreis 300 €
Zuschlag 430 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Gordianus III., 238-244 für Tranquillina.

AR-Drachme, Jahr 4 (= 240/241), Kaisareia (Cappadocia); 2,96 g.

Drapierte Büste r. mit Diadem//Berg Argaios, l. Kugel. Bland, Festschrift Arslan -;

Ganschow -; RPC 3328 (dort irrtümliche Averslegende); Sydenham -. Von großer Seltenheit. Winz. Prüfstelle am Rand, fast vorzüglich

Erworben im August 2013 bei der Firma Künker, München.

Die große Seltenheit dieser Münze bezieht sich auf die ligierten Buchstaben in der Averslegende (ANH). Obwohl der RPC diese in der Münzbeschreibung nicht erwähnt, referenziert er zwei Stücke, bei denen die Legende ebenfalls in einer Ligatur endet.
Auf dem Revers der vorliegenden Münze verweist der Legendenbestandteil B-NE auf die zweite Neokorie, die die Stadt unter Severus Alexander zugesprochen bekam. Eine solche Darstellung der kaiserlichen Ehrung auf Silbermünzen ist bisher einzig aus Caesarea bekannt. Nachdem Maximinus I. Thrax zunächst keine Münzen prägen ließ, die nicht auf die kaiserliche Ehrung rekurrierten, entstanden unter Gordianus III. erneut Gepräge, die darauf verwiesen. Dabei handelte es sich gleichsam um die letzten Emissionen Caesareas, bevor die Stadt nach 260 von den Persern eingenommen wurde. Siehe hierzu B. Burrell, Neokoroi. Greek Cities and Roman Emperors, Leiden 2004, S. 250.