Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier
Los 9548

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| Schätzpreis | 300 € |
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Æ-Medaillon, 332/337, Treveri; 4,45 g.
CONSTANTINVS IVN NOB [CAES] Gepanzerte Büste r. mit Lorbeerkranz//[TRIVMFVS] - CAESA - RVM Victoria in Quadriga v. v. mit Kranz und Globus.
Von allergrößter Seltenheit. Scheint unediert. Etwas korrodiert, sehr schönUnter Carinus und Numerian wurde zum ersten Mal in der Münzprägung der römischen Kaiserzeit seit Hadrian erneut mit TRIVMFV(s) QVADOR(um) in der Legende explizit auf den Triumph hingewiesen. Die Prägungen unter Constantin I. mit den Legenden TRIVMFVS CAESARVM und TRIVMFVS AVGVSTI machen deutlich, dass die Triumphalthematik losgelöst vom ursprünglichen Bedeutungskontext auch für andere festliche Anlässe wie Herrschaftsjubiläen eingesetzt werden konnte. Zu ähnlichen Medaillons des Constantinus I. und des Constantius II. Caesar aus Constantinopolis siehe Wienand, J., Der Kaiser als Sieger, Berlin 2012, S. 488 mit Anm. 21 und Mittag, P. F., Die Triumphatordarstellung auf Münzen und Medaillons in Prinzipat und Spätantike, in: Goldbeck, F./Wienand, J. (Hrsg.), Der römische Triumph in Prinzipat und Spätantike, Berlin 2017, S. 419-452, bes. S. 435 und S. 450 mit Abb. 14.44 und 14.45.