Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier
Los 9580

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| Schätzpreis | 1.500 € |
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AV-Solidus, 353, Treveri; 3,93 g. Drapierte Büste r.//Victoria und Libertas halten Trophäe. Bastien 76; RIC 296; Zschucke -. Von größter Seltenheit. Fassungsspuren (?), kl. Kratzer, gutes sehr schön
Exemplar der Sammlung Franz Trau, Auktion Gilhofer & Ranschburg/Hess, Wien 22. Mai 1935, Nr. 4288 und der Auktion CNG 51, Lancaster 1999, Nr. 1471.
Pierre Bastien konnte nur zwei Exemplare dieser seltenen Prägung (Bastien 76) nachweisen: Ein Exemplar im Fund von Westerkappeln (Blätter für Münzfreunde 56 (1921), Tf. 246, 14) sowie das vorliegende Exemplar der Sammlung Franz Trau, Auktion Gilhofer & Ranschburg/Adolph Hess AG, Wien 22. Mai 1935, Nr. 4288. Bastien hält die beiden ihm bekannten Stücke für hybride Prägungen, während der Verfasser des Kataloges der Sammlung Trau das dort beschriebene Exemplar als barbarische Prägung bestimmt.
Libertas und Victoria spielen eine wichtige Rolle in der Münzprägung des Gegenkaisers Magnentius. Die personifizierte Freiheit kann auf die Befreiung der Bürger von der als schlecht verschrienen Herrschaft des Constans verweisen und ist ein häufiger Tyrannen-Topos. Die Verbindung mit der Siegesgöttin macht deutlich, dass Magnentius diese Freiheit besonders auch durch seine militärische Schlagkraft abzusichern vermochte (Seibel, S., Typologische Untersuchungen zu den Usurpationen der Spätantike, 2006, S. 46 f.).