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Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Schätzpreis 100 €
Zuschlag 125 €

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Maximianus I., 285-305.

AR-Argenteus, 295/296, Treveri, 2. Emission; 3,24 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Vier Kaiser opfern vor Mauerring. Gautier 59; RIC 109 b. Herrliche Patina, sehr schön

Datierung und Emissionzuweisung nach Gautier. Nach Schulten ist der Typus der dritten Emission der Münzstätte Trier zuzuweisen und im Sommer/Herbst 294 zu verorten.

Der Argenteus wurde im Zuge der Währungsreform Diocletians im Jahr 294 eingeführt und erst unter Constantin I. 320 durch die Siliqua ersetzt. Das innovative Motiv der vier gemeinsam opfernden Herrscher vermittelte auf den ersten Argentei die einträchtige Regentschaft im neu eingerichteten System der Tetrarchie. Gautier (Le monnayage en argent de la réforme de Dioclétien (294-312 p.C.), 2021, S. 36) bemerkt, dass die Tetrarchen dabei wie bei der Porphyrgruppe am Markusdom in einer hierarchischen Ordnung aufgestellt sind: die höherrangigen Augusti im Vordergrund und dahinter ihre Caesares. Das Motiv steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem militärischen Erfolg Diocletians und Galerius' über die Sarmaten. Die Architektur im Bildhintergrund könnte daher auf ein Kastel verweisen (Stoll, R., Die Münzstätte der römischen Kaiser von Trier, 2000, S. 22).