eLive Premium Auction 435
Beendet

Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

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Schätzpreis 125 €
Zuschlag 460 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Postumus, 260-268.

Æ-Antoninian, 260, Colonia, 1. Emission; 3,09 g.

IMP C M CASS LAT POSTIMVS AVG Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Flußgott Rhenus lagert l. mit Krug und Schilfrohr, davor Prora.

Elmer 117; RIC² 3; Zschucke 105. Feine Tönung, leichte Prägeschwächen, gutes sehr schön

Die Münzstätte ist umstritten. Im RIC² wird das Stück der Münzstätte Trier zugewiesen. Der Schreibfehler POSTIMVS in der Averslegende, auf den Roger Bland und Edward Besley in ihrer Beschreibung des Cunetio Treasure zuerst hingewiesen haben (Besley, E./Bland, R., The Cunetio Treasure. Roman Coinage of the Third Century AD, London 1983, S. 44.) hat die Diskussion um die Lokalisierung der Münzstätte angeheizt. Carl Friedrich Zschucke hielt den Schreibfehler nicht für ein schlagendes Argument gegen die Münzstätte Köln. Zur Diskussion siehe Zschucke, C. F., Die römische Münzstätte Köln, Trier 1993, S. 7.
Die noch stark den Porträts des Gallienus ähnelnde Büste auf dem Avers zeigt jedenfalls, dass der Stempelschneider zuvor in einer bestehenden Münzstätte für die Gallienusfamilie gearbeitet hat.
Jerome Mairat schlägt im RIC² (S. 59) durch die Zuweisung des Münztypus nach Trier eine Deutung des ungehörnten Flussgottes als Mosella vor. Die Mosel durchquert die Stadt Trier und stellt damit wie der Rhein einen wichtigen regionalen Bezugspunkt dar. Lediglich der gehörnte Flussgott sei möglicherweise weiterhin als Rhenus zu bestimmen.