Die Sammlung Dr. W. R. Teil 10 – Das 3. Jahrhundert von Macrinus bis Julianus von Pannonien (217-285 n. Chr.)
Los 10193

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Æ-4 Assaria, um 242, Hadrianopolis (Thracia); 9,12 g.
Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Brücke mit fünf Bögen, darauf reitet der Kaiser r. mit erhobener Rechten, davor Soldaten; unter der Brücke drei Galeeren.
Corpus Nummorum Online -; Jurukova -; RPC online 705.1 (dies Exemplar); Varbanov -. Von großer Seltenheit. Winz. Schrötlingsriß, min. Doppelschlag auf dem Revers, sehr schön/fast vorzüglichExemplar der Auktion Lanz 82, München 1997, Nr. 597.
Die außergewöhnliche Reversdarstellung dieser Münze ist vermutlich ein Verweis auf die Perserfeldzüge Gordians. Diese waren eine Reaktion auf die seit 235 zunehmenden Vorstöße der Perser in römische Grenzgebiete.
Auf dem Revers ist der Kaiser im Moment des Adventus dargestellt. Der militärische Kontext wird durch die Soldaten mit Standarten auf der Brücke und die Galeeren darunter verstärkt. Die Brücke selbst kann bisher keiner real existierenden Architektur zugeordnet werden. Hadrianopolis war jedoch von drei Flüssen (Hebros, Tonzos und Arteskos) umgeben, sodass signifikante Brückenarchitekturen sehr wahrscheinlich vorhanden waren. Unklar bleibt jedoch, ob der Kaiser tatsächlich persönlich in Hadrianopolis weilte oder, ob das Bild lediglich im Allgemeinen auf das Kriegsgeschehen verweisen sollte. Siehe hierzu H. Brandt/U. Peter, Gordian III. und Thrakien, in: B. Bleckmann/H. Brandt (Hrsg.), Historiae Augustae Colloquium Dusseldorpiense, Bari 2017, S. 23-31.