Die Sammlung Dr. W. R. Teil 10 – Das 3. Jahrhundert von Macrinus bis Julianus von Pannonien (217-285 n. Chr.)
Los 10106

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| Schätzpreis | 150 € |
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Æs, 234 (= 231/232), Amaseia (Pontus); 25,84 g.
Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Adler steht r., Kopf l., auf Altar des Zeus Stratios, darüber Quadriga v. v., l. Baum.
Dalaison - (D 152/R -); RPC online 6474 (temporary number). Sehr selten in dieser Erhaltung. Hübsche dunkle Patina, kl. Justierspuren auf dem Revers, vorzüglichExemplar der Sammlung Garth R. Drewry, Auktion Triton VIII, New York 2005, Nr. 753 und der Auktion Bertolami Fine Arts ACR 67, London 2019, Nr. 586.
Amaseias Hauptgottheit war seit mithridatischer Zeit Zeus Stratios. Dessen Heiligtum konnte ca. 7,5 km östlich der Stadt archäologisch identifiziert werden. Interessant ist dabei, dass vermutlich nie eine architektonische Tempelstruktur existierte, sondern das der Mittelpunkt des Kultortes der auf dieser Münze dargestellte Altar war. Das archäologisch erforschte Fundament lässt dabei vermuten, dass der Altar ähnliche Ausmaße hatte wie jener in Pergamon. Siehe hierzu A. Wiznura/C. G. Williamson, Mountains of Memory. Triangulating landscape, cult and regional identity through Zeus, Pharos 24, 2020, S. 77-112.