Die Sammlung Dr. W. R. Teil 10 – Das 3. Jahrhundert von Macrinus bis Julianus von Pannonien (217-285 n. Chr.)
Los 10252

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AR-Antoninian, 248, Rom; 3,94 g. Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//SAECVLARES AVGG Säule mit der Aufschrift COS III. Coh. 193; RIC 24 c. Herrliche Tönung, min. Auflagen auf dem Avers, vorzüglich +
Exemplar der Sammlung Frank L. Kovacs, Auktion Helios 1, München 2008, Nr. 345.
Bei diesem Stück handelt es sich um eine Prägung anläßlich der 1.000-Jahrfeier Roms. Philippus griff zu diesem Anlass auf bekannte Motive zurück und ließ auf dieser Münze einen Cippus darstellen. Derartige Bilder begegnen bereits bei Augustus, Claudius und Domitian im Zusammenhang mit ihren Säkularfeiern. Cippi waren zumeist Grenzsteine, die oft verwendet wurden, um private von öffentlichen oder profane von heiligen Orten abzugrenzen. Im Sinne ihrer abgrenzenden Funktion kann auch der Cippus auf dieser Münze als Grenze zwischen dem letzten und dem nächsten Jahrtausend verstanden werden. Siehe hierzu K. Olbrich, Zeichen der Zeit: Bemerkungen zur Münztypologie der Tausendjahrfeier unter Kaiser Philippus I. Arabs, 248 n. Chr., Jahrbuch für Numismatik und Geldgeschichte 65, 2015, S. 47-61.