Die Sammlung Dr. W. R. Teil 10 – Das 3. Jahrhundert von Macrinus bis Julianus von Pannonien (217-285 n. Chr.)
Los 10099

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| Schätzpreis | 75 € |
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AR-Denar, 232, Rom; 2,98 g. Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Jupiter steht v. v., Kopf r., mit Blitz und Adler. BMC 825; Coh. 84; RIC 239. Feine Tönung, min. Auflagen auf dem Avers, vorzüglich-Stempelglanz
Exemplar der Auktion Hirsch 97, München 1976, Nr. 566.
Im Vergleich mit der Münzprägung seines Vorgängers greifen die Münzen Severus Alexanders vermehrt traditionelle Motive der olympischen Götter auf. Der Kaiser versucht sich hierdurch von Elagabal und dessen verhasster Religionspolitik abzugrenzen und seine eigene Pietas zu untermauern. Zudem betont er die zunehmende Bedeutung des Militärs im 3. Jahrhunderts. So verweist der auf diesem Revers dargestellte Jupiter in seiner Rolle als Propugnator ("Vorkämpfer") vermutlich auf den Krieg des Kaisers gegen die Perser. Siehe hierzu E. E. Manders, Religion and Coinage. Heliogabalus and Alexander Severus: Two Extremes?, Talanta XXXVI-XXXVII, 2004/2005, S. 123-138.