Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier
Los 9344

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| Schätzpreis | 150 € |
| Zuschlag |
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Æ-Doppelsesterz, Colonia; 23,6 g.
Drapierte Büste r. mit Strahlenbinde//Salus sitzt l. und füttert Schlange.
Bastien 32=149; Elmer 204; RIC² 70. RR Prägeschwächen, sehr schönExemplar der Auktion Grün 73, Heidelberg 2017, Nr. 571; der Auktion Grün 75, Heidelberg 2018, Nr. 684 und der Auktion Grün 78, Heidelberg 2020, Nr. 287.
Münzstätte und Datierung sind umstritten. Pierre Bastien führt diesen Typ der sitzenden Salus zweimal auf. Die Nr. 32 ordnet er dabei der Münzstätte Colonia zu, während Nr. 149 dem 2. Atelier, einer möglicherweise irregulären Münzstätte, zugewiesen wird. Im RIC² ist der Reverstyp nur einmal aufgenommen, der Münzstätte Treveri zugewiesen und in die Jahre 260/261 datiert. Jerome Mairat bezieht sich dabei auch auf einen Aufsatz von Daniel Gricourt (L'affaire du "graveur non classé" de Postume: une énigme résolue, Schweizer Münzblätter 43 (1993), S. 88-95), in dem dieser über Stempelkopplungen der vermeintlich irregulären Prägungen mit offiziellen Reichsgeprägen die Existenz des "2. Ateliers" widerlegt. Carl Friedrich Zschucke, bildet den Revers dieser Münze auf S. 120 unter "Die Rückseiten aus Köln" ab, den Avers allerdings auf S. 122 unter "Vorderseiten der Doppelsesterze des sog. 2. Ateliers (Trier)".