Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier
Los 9523

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| Schätzpreis | 75 € |
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Æ-Follis, 308/309, Treveri, 14. Emission, 1. Offizin; 3,28 g.
Gepanzerte Büste r. mit Lorbeerkranz//Drapierte Büste des Sol r. mit Strahlenbinde.
RIC 890. Dunkle Patina, gutes sehr schönDatierung und Emissionszuweisung nach Schulten.
Die Darstellung des Sonnengottes Sol löste die des Schutzgottes Mars ab und wurde zu einem der dominierenden Motive der konstantinischen Münzprägung. Der Gott war Constantin im Jahr 310 bei seinem Besuch im Apollontempel im gallischen Grand erschienen und hatte ihm eine dreißigjährige Herrschaftsdauer vorhergesagt (Paneg. VI 21,4). Die vermeintliche Erscheinung weist Constantin in einer Zeit der politischen Krise kurz nach der Erhebung seines Schwiegervaters Maximian gegen ihn als in besonderer Weise von den Göttern begünstigt aus. Dazu: Guichard, L., Constantin, Apollon et Grand d'après le Panégyrique de 310 et les recherches récentes sur le site de Grand, Annales de l'Est 2, 2017, S. 187-216.