Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier
Los 9463

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| Schätzpreis | 200 € |
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Æ-Antoninian, 293/294, Treveri, 1. Emission, 1. Offizin; 3,24 g.
Konsularbüste l. mit Strahlenbinde und Adlerzepter//Fides steht v. v. mit zwei Standarten, Kopf l. Cahn in SMB 15 (1965), 2; Estiot/Zanchi in RN 171 (2014), 115.1 (dies Exemplar abgebildet);
RIC -. Von allergrößter Seltenheit. Dunkelbraune Patina mit etwas Silbersud, min. Prägeschwächen am Rand, sonst vorzüglichErworben 1999.
Datierung und Emissionszuweisung nach Schulten.
Von Constantius I. sind in der einschlägigen Literatur lediglich zwei Exemplare mit Konsularbüsten und Linksporträts für die erste Antoninianemission der Tetrarchen aus Trier verzeichnet. Da die Caesares Constantius und Galerius erst im Jahr 294 das Konsulat bekleideten, stellt die Prägung die Datierung der Münzen mit PR in das Jahr 293 in Frage. Cahn (Nachträge zu den Trierer Antoninianen der Tetrarchen, Schweizer Münzblätter 15, 1965, S. 125) versucht das Phänomen als einen ungewöhnlichen Verweis auf ein zukünftiges Amt zu erklären. Estiot und Zanchi (De Lyon à Trèves. L’ouverture de l’atelier de Trèves à l’époque tétrarchique et ses premières émissions: monnaie radiée et monnaie d’or (293-295 apr. J.-C., Revue Numismatique 171, 2014, S. 247-296, bes. S. 278) schlagen dagegen eine Umdatierung der PT-Prägungen auf 294 vor.