eLive Premium Auction 435
Beendet

Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

Bieten


Schätzpreis 75 €
Zuschlag nicht verkauft
Maximianus II. Galerius, 293-311.

AR-Argenteus, 295/296, Treveri, 2. Emission, 3. Offizin; 3,02 g. Kopf r. mit Lorbeerkranz//Vier Kaiser opfern vor Mauerring. Gautier 39; RIC 105 b. Dunkle Tönung, min. korrodiert, sehr schön

Datierung und Emissionszuweisung nach Gautier. Nach Schulten ist der Typus abweichend der dritten Emission der Trierer Münzstätte zuzuordnen und in den Sommer/Herbst 294 zu verorten.

Der Argenteus wurde im Zuge der Währungsreform Diocletians im Jahr 294 eingeführt und erst unter Constantin I. 320 durch die Siliqua ersetzt. Das innovative Motiv der vier gemeinsam opfernden Herrscher vermittelte auf den ersten Argentei die einträchtige Regentschaft im neu eingerichteten System der Tetrarchie. Gautier (Le monnayage en argent de la réforme de Dioclétien (294-312 p.C.), 2021, S. 36) bemerkt, dass die Tetrarchen dabei wie bei der Porphyrgruppe am Markusdom in einer hierarchischen Ordnung aufgestellt sind: die höherrangigen Augusti im Vordergrund und dahinter ihre Caesares. Das Motiv steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem militärischen Erfolg Diocletians und Galerius' über die Sarmaten. Die Architektur im Bildhintergrund könnte daher auf ein Kastel verweisen (Stoll, R., Die Münzstätte der römischen Kaiser von Trier, 2000, S. 22).