eLive Premium Auction 435
Beendet

Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier

RÖMISCHE MÜNZEN MÜNZEN DER RÖMISCHEN KAISERZEIT

Bieten


Schätzpreis 200 €
Zuschlag 480 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Maximianus I., 285-305.

Æ-Follis, 295/297, Treveri, 3. Emission, 2. Offizin; 8,47 g.

Gepanzerte Büste l. mit Lorbeerkranz, Keule und Löwenfell//Genius steht l. mit Patera und Füllhorn.

RIC 194; Zschucke 49 b (dies Exemplar). Seltene Büstenform. Dunkle Patina, leichte Prägeschwächen am Rand, min. korrodiert, sehr schön/fast vorzüglich

Exemplar der Auktion Peus Nachf. 357, Frankfurt am Main 1998, Nr. 846.

Datierung und Emissionszuweisung nach Zschucke.

Maximian ist der einzige Herrscher, für den laut Zschucke in der dritten Großfollesemission bereits zwei Typen mit Linksporträt und den charakteristischen Attributen des Heroen Hercules emittiert wurden (Zschucke 48-49). Damit wurde ein deutlich sichtbarer Bezug zur Genealogie der Tetrarchen hergestellt. Diocletian nahm den Beinamen Iovius, "Abkömmling des Gottes Jupiter" an und verdeutlichte so seinen Anspruch auf Seniorität und Vorherrschaft nicht nur in der Tetrarchie, sondern auch gegenüber möglichen Usurpatoren oder anderen Gegnern. Maximian wurde indes als Herculius in die Abstammung von den Göttern eingereiht und so mit dessen herausragendster Eigenschaft Stärke in Verbindung gebracht.