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Beendet

Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier

RÖMISCHE MÜNZEN LOTS RÖMISCHER MÜNZEN

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Schätzpreis 2.000 €
Zuschlag 2.100 €

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Eine Forschungssammlung römischer Provinzialprägungen aus Dacia: Die sehr interessante Sammlung eignet sich einerseits hervorragend als Forschungsobjekt, um die römische Münzprägung Dacias im 3. Jahrhunderts zu analysieren. Andererseits handelt es sich um eine gute Möglichkeit eine bestehende Sammlung aus- oder eine neue Sammlung aufzubauen. Ein gewinnbringender Ausgangspunkt kann dabei die vom Sammler selbst verfasste Publikation Neuigkeiten zur Geschichte der Soldatenkaiser und Kolonialprägungen von Moesia Superior und Dacia (Battenberg 2022) sein, in der zahlreiche Münzen dieser Sammlung als Belegstücke angeführt sind.
Die Sammlung zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Regenten bzw. Caesares und Gattinnen aus. Außerdem finden sich die meisten bekannten Reverstypen aus Dacia, darunter auch seltene und numismatisch hoch interessante Varianten.
Bei den Münzen des Philippus I. und seiner Familie hat der Sammler beispielsweise nicht nur große Nominale mit belorbeerten Büsten zusammengetragen sondern auch kleinere Münzen, auf denen die Kaiser Strahlenbinden tragen. Dazu zählt auch ein Exemplar von allergrößter Seltenheit (Zschucke, Dac. 16=dies Exemplar) aus dem Jahr AN III, das Philippus I. zeigt. Außerdem finden sich seltene Prägungen für Otacilia, von denen vor allem eine Münze mit auf dem Revers sitzender Dacia hervorzuheben ist (Zschucke, S. 201 dies Exemplar abgebildet). Eine Prägung für Philippus II. (Zschucke, Dac. 36=dies Exemplar) scheint außerdem zu belegen, dass die Prägungen für Dacia anfänglich in der Münzstätte Viminacium entstanden sein könnten.
Teil der Sammlung sind auch Prägungen des Traianus Decius und seiner Familie. Hervorzuheben sind dabei insbesondere die selteneren Prägungen für Herennius Etruscus (Zschucke, S. 211 dies Exemplar abgebildet) und Hostilian (Zschucke, Dac 51a=Dac 51c=dies Exemplar).
Zahlreich vertreten sind außerdem Münzen der Jahre 251 bis 253. Neben den häufigeren Prägungen des Trebonianus Gallus und des Volusian beinhaltet die Sammlung seltene Münzen des Usurpators Aemilian (Zschucke, S. 219 dies Exemplar abgebildet), dessen kurze Regierungszeit keine quantitativ ausufernde Münzprägung zuließ.
Abgerundet wird die vorliegende Dacia-Sammlung durch zum Teil sehr seltene Münzen des Valerian (Zschucke, S. 221 dies Exemplar abgebildet) und des Gallienus (Zschucke, S. 225 dies Exemplar abgebildet).

157 Stück. Teils selten und sehr selten. Auf Tabletts aufgelegt, gering erhalten-sehr schön

Zu diesem Objekt gehört auch ein Exemplar der Publikation C. F. Zschucke, Neuigkeiten zur Geschichte der Soldatenkaiser und Kolonialprägungen von Moesia Superior und Dacia (Battenberg 2022).