Die Sammlung Dr. W. R. Teil 10 – Das 3. Jahrhundert von Macrinus bis Julianus von Pannonien (217-285 n. Chr.)
Los 10100

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| Schätzpreis | 75 € |
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AR-Denar, 232, Rom; 3,06 g.
Drapierte Büste r. mit Lorbeerkranz//Mars geht r. mit Speer und Schild.
BMC 833; Coh. 161; RIC 246. Dunkle Tönung, attraktives Porträt, vorzüglichExemplar der Auktion Hirsch 97, München 1976, Nr. 568.
Im Vergleich mit der Münzprägung seines Vorgängers greifen die Münzen Severus Alexanders vermehrt traditionelle Motive der olympischen Götter auf. Der Kaiser versucht sich hierdurch von Elagabal und dessen verhasster Religionspolitik abzugrenzen und seine eigene Pietas zu untermauern. Zudem betont er die zunehmende Bedeutung des Militärs im 3. Jahrhunderts. So kann der Mars auf diesem Revers mit dem Perserkrieg des Kaisers in Verbindung gebracht werden. In Anlehnung an die parthischen Feldzeichen im Tempel des Mars Ultor in Rom bedient die Münze zudem traditionelle Narrative. Siehe hierzu E. E. Manders, Religion and Coinage. Heliogabalus and Alexander Severus: Two Extremes?, Talanta XXXVI-XXXVII, 2004/2005, S. 123-138.