Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier
Los 9117

Bieten
| Schätzpreis | 200 € |
| Zuschlag |
Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.
AR-Hemiobol; 0,4 g.
Getreidekorn zwischen Θ-Ε und Mäander//Kopf des Apollo oder Magnes r. mit Lorbeerkranz oder Haarband.
Nollé/Wenninger -; Sheedy Ma.F; von Mosch 10 d (dies Exemplar). RR Attraktives Exemplar, min. korrodiert, sehr schönExemplar der Auktion Lanz 164, München 2017, Nr. 72.
Die Datierung und Zuordnung der Münze zu einem Prägeherren sind umstritten. Sheedy datiert die Prägung in das späte 5. Jahrhundert und assoziiert das Θ-Ε auf dem Avers mit einem Enkel des Salamissiegers Themistokles. Von Mosch spricht sich hingegen dafür aus, dass das Motiv des Getreidekorns bereits unter Themistokles selbst geprägt wurde und die hiesige Münze folglich auch durch ihn verantwortet worden sein könnte.
Die Darstellung des Getreidekorns, vermutlich Gerste, kann entweder auf die Bedeutsamkeit der Gerste für Magnesia oder auf einen intensiven Demeterkult hinweisen. Im kultischen Zusammenhang kann das Korn dann möglicherweise als "Wappenzeichen des alten Priestergeschlechts der Lykomidai" gedeutet werden. Siehe hierzu Sheedy, S. 78; von Mosch, S. 37-38.