Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier
Los 9486

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Æ-Abschlag von Aureusstempeln, 305/311, Treveri; 3,9 g.
MAXIMI-ANOS AVG Kopf r. mit Lorbeerkranz//Hercules steht v. v. Kopf l. mit Keule, Löwenfell und Bogen.
Calicó -. vergl. 4988 (Revers, Avers für Severus II.); RIC -, vergl. 622 (hier der Revers für Severus II). Von allergrößter Seltenheit. Dunkle Tönung, sehr schön/schönGefunden 1997.
Zschucke bemerkt zu dem Stück, dass die Kombination der Averslegende MAXIMI-ANVS AVG und der Reverslegende HERCVLI CONSERV-AT AVGG ET CAESS NN zuvor unbekannt war. Der Revers ist lediglich für Severus II. als Augustus belegt (RIC 622). Zschucke nimmt daher an, dass es sich auch bei Galerius um eine Prägung aus seiner Zeit als Augustus und Ko-Regent von Severus handelt. Er vermutete darüber hinaus, dass der Mangel an Edelmetallen in der konstantinischen Münzstätte zu einer vermehrten Ausprägung vergoldeter Bronzen statt richtiger Aurei geführt haben könnte. Der Avers mit dem merkwürdigen Schreibfehler MAXIMIANOS statt MAXIMIANVS (zudem sieht das "G" von "AVG" eher wie ein "O" aus) wirft allerdings Fragen auf und lässt daran zweifeln, dass es sich um ein Produkt der Münzstätte handelt.