Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier
Los 9274

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Æ-Follis, 327/328, Constantinopolis, 1. Offizin; 2,95 g.
Kopf r. mit Rosettendiadem//Labarum, darüber Christogramm, darunter Schlange. Ramskold in JNG 69/70 (2020), 41 (dies Exemplar).
RIC 26. Von großer Seltenheit. Auflagen, min. geglättet, sehr schönVor der Schlacht an der milvischen Brücke am 28. Oktober 312 hatte Constantinus I. eine Vision, die ihm den Sieg verkündete. In Quellen, die zeitlich sehr nah am Ereignis liegen, werden weder die Vision noch der damit verknüpfte Schlachtenhelfer spezifiziert. Die kaiserliche Propaganda legte sich später (vielleicht schon ab der 2. Hälfte der 310er Jahre, spätestens jedoch in den 320ern) auf ein Christogramm als Vision und Christus als Schlachtenhelfer fest. Auf der vorliegenden Prägung erscheint das Labarum, ein mit dem Christogramm verziertes Vexillum, erstmals auf einer Münze.