Die Sammlung Dr. Carl Friedrich Zschucke - Münzen der antiken Welt mit Schwerpunkt auf den Münzen des Gallischen Sonderreiches und der Münzstätte Trier
Los 9644

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Æ-Exagium Solidi, Zeit des Honorius, 393-423; 4,12 g.
Drapierte Büste r. mit Perldiadem//Moneta steht l. mit Waage und Füllhorn. Bendall, Byzantine Weights 5; Pondera online 11055 (https://pondera.uclouvain.be/artifact/11055/); RIC S. 9.
R Min. korrodiert, sehr schönAufgrund der eckigen Form vermutet Bendall, dass es um ein Gewicht des weströmischen Reiches handelt (s. Bendall: Byzantine Weights, S. 17). Der Befund wird dadurch gestützt, dass sich im Rheinischen Landesmuseum in Trier drei typgleiche (wenn auch nicht stempelgleiche) Exagia befinden, von denen eines 1902 bei Kanalisationsarbeiten in der Nikolausstr. und eines 1903 bei Kanalisatonsarbeiten in der Kaiserstraße gefunden wurden. Ein drittes Stück kam wohl 1882 "aus der Umgegend von Trier". Die zwei Stücke mit genau bekanntem Fundort stammen also aus einem Bereich Triers, in dem sich in der Antike sowohl die Münzstätte als auch das officium des comes sacrarum largitionum befand. Siehe Radnoti-Alföldi, M., Zum Datum der Aufgabe der Residenz Treviri, in: JNG 20 (1970), S. 241-249 mit Tf. 17 und Gilles, K.-J., Zur Münzprägung des Honorius in Trier, in: Trierer Zeitschrift 46 (1983), S. 225-229.