Auktion 428 - Teil 2 (Lose 1307 - 1654)
Beendet

Münzen und Medaillen aus Mittelalter und Neuzeit, u.a. Spezialsammlung Malta

Deutsche Münzen ab 1871

DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN WÜRTTEMBERG

Bieten


Schätzpreis 7.500 €
Zuschlag 7.000 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

WÜRTTEMBERG-OELS, HERZOGTUM Sylvius Friedrich, 1664-1697.

Reichstaler 1686 IN, Bernstadt, auf den Tod seiner Mutter Elisabeth Maria von Münsterberg-Oels. 28,29 g. Brustbild mit geblümtem Kleid und Spitzenschleier l., umher Verzierung//14 Zeilen Schrift zwischen Verzierungen, unten die Signatur I Û N Û (Stempelschneider Johann Neidhard). Dav. 7896; F. u. S. 2329; Klein/Raff 70. RR Sehr attraktives Exemplar mit schöner Patina, vorzüglich +

Exemplar der Auktion WAG Online 106, Februar 2020, Nr. 2270 und der Slg. Annemarie und Gerd Köhlmoos, Auktion Fritz Rudolf Künker 358, Osnabrück 2022, Nr. 260.

Der Stifter der Linie Württemberg-Oels, ein Zweig der Weiltingischen Linie, war Herzog Sylvius Nimrod, ein Sohn des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen. Er vermählte sich 1647 mit Elisabeth Maria, der einzigen Tochter Karl Friedrichs, des letzten Herzogs von Münsterberg-Oels in Schlesien, und erbte nach dem vier Wochen später erfolgten Tod seines Schwiegervaters das Fürstentum Oels, nebst den Herrschaften Sternberg in Mähren und Medzibor in Schlesien. Er starb 1664 und hinterließ vier Söhne, über die seine Witwe die Vormundschaft bis zum Jahre 1672 führte. Inzwischen war der älteste der Söhne gestorben, und die drei anderen, Sylvius Friedrich, Christian Ulrich und Julius Sigismund, teilten nun Land und Regierung in die drei Linien Oels, Bernstadt und Juliusburg. Herzog Sylvius Friedrich vermählte sich 1672 mit Eleonore Charlotte, Tochter des Herzogs Georg II. von Württemberg-Mömpelgard. Sylvius Friedrich starb 1697 kinderlos, und eine neue Teilung der Herzogtümer in zwei Hälften wurde vorgenommen.