Auktion 428 - Teil 1 (Lose 1001 - 1306)
Beendet

Münzen und Medaillen aus Mittelalter und Neuzeit, u.a. Spezialsammlung Malta

Deutsche Münzen ab 1871

HABSBURGISCHE ERBLANDE-ÖSTERREICH RÖMISCH-DEUTSCHES REICH

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Schätzpreis 10.000 €
Zuschlag 12.000 €

Dieses Los steht nicht mehr zum Verkauf.

Maximilian I., 1490-1519.

Guldiner o. J., Hall. Kaiserguldiner. 30,43 g. Stempel von Ulrich Ursentaler. É MAXIMILIAyVS ± ROMAyOR ± IMPERATOR ± SEMP ± AVGV9 Gekröntes und geharnischtes Hüftbild r., mit der Rechten das Kreuzblumenzepter schulternd, die Linke am Schwertgriff//É PLVRIVMQ Ú EVROPE Ú PVINCIAR Û REX Ú ET Ü PRINCEPS Ú POTy9 Gekrönter Adlerschild, zu den Seiten gekröntes Wappen von Ungarn und der mit dem Erzherzogshut bedeckte österreichische Bindenschild, unten die Wappenschilde von Burgund und Habsburg sowie drei Feuereisen. Dav. 8005; Egg S. 120, 9; M./T. vgl. 70 (dort als Goldabschlag); Voglh. 11. RR Attraktives Exemplar mit hübscher Patina, sehr schön

Maximilian I., *1459 Wiener Neustadt, Ó1519 Wels, heiratete 1477 Maria von Burgund, wurde 1486 römischer König und folgte seinem Vater Friedrich III. 1490 in der Regierung. Da eine Kaiserkrönung durch den Papst wegen der angespannten militärischen und politischen Lage in Italien nicht möglich war, nahm Maximilian 1508 den Titel "Erwählter römischer Kaiser" an. Obwohl er persönlich tapfer kämpfte und daher im Volksmund als "der letzte Ritter" bezeichnet wurde, liegt seine Bedeutung weniger auf militärischem Gebiet als in seiner groß angelegten, den wechselnden Fronten angepaßten Heirats- und Vertragspolitik, mit der er die Macht des Hauses Habsburg stärkte. Durch die Verheiratung seines Sohnes Philipp des Schönen mit Johanna der Wahnsinnigen legte er den Grundstein für die Weltgeltung seiner Familie. Innenpolitisch führte der letzte Ritter bedeutende Reformen durch (z. B. Ewiger Landfriede, Einführung des Gemeinen Pfennigs) und richtete zentrale Reichsbehörden ein (z. B. Reichskammergericht, Reichsregiment). Maximilian betätigte sich auch literarisch und veranlaßte die Abfassung des "Theuerdank", einer Darstellung seiner Brautfahrt, sowie des "Weißkunig", einer Verherrlichung seiner Taten.