Auktion 425 - Teil 4 (Los 2005 - 2300)
Goldprägungen aus Mittelalter und Neuzeit, u.a. aus der Familiensammlung Mohr
Silberprägungen, u.a. Glanzpunkte der Medaillenkunst
Deutsche Münzen ab 1871
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN BRAUNSCHWEIG UND LÜNEBURG
Los 2108

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| Schätzpreis | 2.000 € |
| Zuschlag |
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BRAUNSCHWEIG-LÜNEBURG, HERZOGTUM Heinrich der Lange, 1195-1227.
Brakteat. 0,73 g. +HEINRICVS DEI GRATIA DVX SAXONIE 7 PAL Löwe r. über Lilie. Berger 663; Denicke 49 b; Slg. Bonhoff -. Von größter Seltenheit. Prachtexemplar. Vorzüglich
Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 246, Osnabrück 2014, Nr. 3909 und der Sammlung Friedrich Popken, Auktion Fritz Rudolf Künker 308, Osnabrück 2018, Nr. 2013. Heinrich der Lange, auch Heinrich der Ältere von Braunschweig genannt, kam als ältester Sohn Heinrichs des Löwen und Mathildes von England 1173/4 zur Welt. Zunächst begleitete er seinen Vater ins englische Exil, konnte 1189 nach der eigenmächtigen Rückkehr seines Vaters die Stadt Braunschweig gegen Kaiser Heinrich VI. verteidigen, wurde jedoch beim Frieden von 1190 Heinrich VI. als Geisel gestellt. 1193/4 heiratete Heinrich Agnes, Tochter Konrads, des staufischen Rheinpfalzgrafen, mit dessen Lehen er 1195 belehnt wurde. Beim Streit um die Nachfolge Heinrichs VI. 1198 unterstützte Heinrich seinen Bruder Otto IV. Im Paderborner Vertrag bekam Heinrich die Grafschaft Stade zugesprochen. Da sein eigener Sohn kinderlos verstarb, setzte Heinrich seinen Neffen Otto das Kind als Erben ein.